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SCHIESSAUSBILDUNG

Waffenhandhabung und Schießen

(Flinte und Büchse) sind auf der Jagd keine Nebensache! Seit dem die Jagdausbildung fast überall in kurzer Zeit absolviert werden kann, ist zu beobachten, dass die Flintenschießausbildung unzureichend ist.

Um das Ziel Jagdschein zu erreichen wird selbstverständlich auf den leichteren Kipphasen zurückgegriffen, um der Prüfungsanforderung genüge zu tun. In einigen Bundesländern gibt es gar nur diese Möglichkeit.

Die Schießfertigkeiten auf den Kipphasen genügen jedoch bei weitem nicht, den jagdlichen Anforderungen, insbesondere nicht auf Flugwild. Jeder der also ungeübt (mit Prüfungserfahrung Kipphase) mit der Flinte jagen geht, übt auf Wild und nimmt billigend in Kauf dieses zu verletzen also krank zu schießen.

Dies verstößt gegen die Ethik des Jägers
und gegen das Tierschutzgesetz.

Sichere Waffenhandhabung und sicheres Schießen sind nicht nur bloßes Wissen, sondern Fertigkeiten, die man geduldig und manchmal mühevoll erlernen muss, und die auch unter Stress sicher beherrscht werden sollen. Hierzu ist es erforderlich, Körper und Geist in bestimmten Tätigkeiten wiederholt zu trainieren. Das benötigt Geduld, Zeit und Geld. Wer sich die Geduld und Zeit aber nicht nimmt, wird diese notwendigen Fertigkeiten nicht erlernen.

Angesichts dieser hohen Bedeutung ordentlicher Schießfertigkeiten ist es umso verwunderlicher, dass die Ausbildung solcher Fähigkeiten von manchen Jagdscheinanwärtern als geradezu belästigend empfunden wird. Keine Zeit für den Schießstand, möglichst wenig Geld für die Flinte und kaum Aufmerksamkeit für deren Anpassung. Wir nehmen uns zunächst die Zeit, das Rüstzeug für das Schießen die Waffe und das Zubehör für Sie halten wir eine ganze Reihe von Bockdoppelflinten, Querflinten und Halbautomaten für Sie bereit und natürlich auch ein Gelenkgewehr.

„Der Lauf schießt aber der Schaft trifft“.

Dieser kurze Satz drückt unser Ziel aus. Ziel ist es, dass Ihr Auge beim Anschlagen zentrisch auf der Schiene ruht. Hierbei sollte die Pupille die richtige Höhe im Verhältnis zur Schiene haben. (die für Wurftauben gerne 10mm haben sollte). Passt die Waffe bei richtigem Anschlag und der richtigen Schaftlänge - zunächst mit geschlossenen Augen und ohne Nachkorrektur vor dem Spiegel den Anschlag durchführen müssten Sie dann bei geöffnetem Auge im Spiegel das Auge über der Schiene sehen, wobei die Pupille ganz über der Schiene aufliegend zu sehen ist.

Diese Position des Auges ist gedacht für Sporting/Parcours und jagdlich Trap. Für Skeet kann sie jedoch auch ggf. etwas niedriger, und für sportlich Trap müsste sie höher sein. Zu klären ist natürlich im Vorfeld, welches Ihrer Augen dominant ist und ob eventuell entsprechende Korrekturen vorzunehmen sind. Übrigens die Schaftlänge kann nicht mit der sog. Unterarmlängenmessung des Schützen ermittelt werden.

Will man Ihnen so eine Waffe anpassen, verlassen Sie besser gleich diesen „Fachmann“.

Ich kontrolliere gerne ihre Waffe, sofern Sie eine besitzen und diese zum Unterricht mitbringen wollen. Sofern nötig werden dann vor Ort notwendige Korrekturen mit Hilfsmitteln vollzogen oder aber wir greifen auf meinen Waffenfundus zurück, aus dem wir sicherlich die „richtige Flinte“ aussuchen und anpassen können. Beim Grundkurs fangen wir zunächst auf eine Wurfscheibe aus dem Trapstand an. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon die Handhabung ihrer Waffe gelernt, wurden auf Sicherheitsaspekte auf dem Schießstand hingewiesen, haben die richtige Fußstellung und die Ausrichtung des Oberkörpers geübt.

Bei den ersten „Schwingübungen“ wird darauf geachtet, dass die Waffe richtig gehalten wird und die Anschlagsbewegung korrekt ausgeführt wird.Dabei ist es wichtig zu lernen wohin ich meinen Lauf richte, wenn ich das Ziel erwarte und wohin ich dabei blicke. Nach Abruf der Scheibe ist es entscheidend wann ich meine Bewegung auf das Ziel starte und wie ich meine Führungshand richtig einsetze.

Sie sehen, eine Vielzahl von Kleinigkeiten die zusammen über Treffer oder Fehlschuss entscheiden. Ich gehe Schritt für Schritt mit Ihnen das Flintenschießen an. Dabei werden Sie nicht über aber gefordert. Der zweite und die folgenden Schritte gehen wir nur gemeinsam, wenn die vorherigen Schritte sicher sind. Dabei ist es mir als Schießlehrer immer bewusst, dass es keine schlechten Schützen sondern nur schlechte Lehrer gibt.

Natürlich spielt bei der Ausbildung auch die psychologische Seite des Ausbilders eine Rolle. Man kann nur individuell auf den Einzelnen Schüler eingehen, wenn man dessen Bedürfnisse, seine Schwächen und Stärken erkennt. Ich bin seit über 15 Jahren professionell in der Schießausbildung tätig und habe über 3500 Schüler erfolgreich zur Jägerprüfung ausgebildet. Dabei waren hin und wieder „schier unlösbare Fälle“ dabei und ich bin stolz darauf auch für diese eine Lösung gefunden zu haben.

Hinzu kommt, wenn Sie sich nach der Jägerprüfung, als Sportschütze oder Flintenschießen Begeisterter für einen Grundkurs entscheiden, dass wir ohne Druck, mit der Freude am Schießen als Motivation an Ihrer Treffsicherheit arbeiten können.

Der durchschnittliche Anfängerschütze erfüllt nach dem Grundkurs in der Regel sicher die Anforderungen einer Jägerprüfung d.h. 5 Tauben. Der Einzelunterricht legt gerade für den Anfänger einen sicheren Grundstein für dessen weitere Entwicklung als guter und sicherer Schütze. Der Anfänger erfordert die volle Konzentration seines Lehrers. Allerdings kann eine kleine Gruppe auch motivierend sein und verhilft dem Einzelnen zu kleinen Ruhepausen, in denen er dennoch durch die Beobachtung seiner Gruppenmitglieder und das Gesagte etwas lernen kann.