DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Der Ansitz  auf Schalenwild

Der Ansitz ist in Deutschland die am meisten auf Schalenwild ausgeübte Jagdart, oft in Kombination mit der Lockjagd.

Es wurde bisher mehr Wild ersessen als erlaufen. Angesessen wird i.d.R. auf eine bestimmte Wildart.

Bevorzugt zum Ansitz werden Plätze, die das Wild oft und gerne besucht, so z. B.

Wechsel
Äsungsflächen
ggf. Suhlen, soweit sie von den einzelnen Tierarten angenommen werden
Brunftplätze
am Rand von Einständen

Auch wenn die Ansitzjagd im Vergleich zur Pirsch weniger störend auf das Wild wirken kann, so ist doch ein ständiges Ansitzen an ein und derselben Stelle zu vermeiden. Auch wenn der Jäger keine Störung des Wildes beobachtet hat, so hinterlässt jeder Ansitz doch die Witterung des Jägers. Beim Gang zum Hochsitz oder beim Nachhauseweg besteht immer die Möglichkeit, dass die Spur des Jägers später vom Wild gekreuzt wird (Jagddruck!).

Die Ansitzbewegungsjagd

Dabei werden in dem oder den zu bejagenden Revieren möglichst viele Hochsitze besetzt. So können alle vorkommenden Wildarten gleichzeitig bejagt werden. Ungeeignet ist dabei ein wechselnder Wind, die Störung des Wildes kann in diesem Fall unverhältnismäßig groß sein.

Die Ansitz auf den Fuchs

Der Ansitz auf den Fuchs wird häufig kombiniert mit der Lockjagd. Der Ansitz am Bau ist nur in der Ranz auf den Winterfuchs und zur Aufzuchtzeit auf Jungfüchse erfolgreich.

Fähe und Rüde dürfen in der Zeit vom 1.3. bis 15.5. erst erlegt werden, wenn alle Welpen vorher zur Strecke gebracht wurden! (vgl. BJG § 22 Abs. 4)

Außer auf dem Luderplatz kann man Füchse häufig antreffen

auf frisch gemähten Wiesen
auf mit Mist bestreuten Flächen
an Mist- und Strohhaufen
auf abgelassenen Fischteichen
auf allen Flächen mit einem hohen Mäusevorkommen.

Als dämmerungs- und nachtaktives Wild ist der Fuchs im Winter am besten in hellen Mondnächten mit Schnee zu bejagen. Im Feld ist die Bejagung einfacher als im Wald. Besonders während der Ranz empfiehlt sich der Ansitz am bekannten Pass oder an einem befahrenen Bau. Beim Verlassen des Baues ist der Fuchs sehr vorsichtig und sichert oft sehr lange in der Röhreneinfahrt. Am Morgen läuft der Fuchs immer gegen den Wind zum Bau. Der Jäger sitzt am besten mit halbem Wind.

Der Ansitz auf den Hasen

Neben der Bejagung auf Gesellschaftsjagden wird in manchen Revieren der Hase auf der Einzeljagd erlegt (sog. Küchenhasen ). Der Ansitz erfolgt meist auf dem Boden vom Sitzstock aus, wenn der Hase in der Abenddämmerung oder am Morgen vom Feld in den Wald läuft = Hasenkur.

Der Schuss erfolgt mit Schrot oder mit Kugel (z.B..22 Magnum oder .22 Hornet ). Bei Schnee kann die Verwendung eines Schneehemdes sinnvoll sein. Durch den Schnee sind die Pässe gut sichtbar.

Der Ansitz auf Kaninchen

Der Ansitz erfolgt an den Bauen sowie an den Äsungsflächen entweder vom Hochsitz oder vom Boden aus. So müssen oftmals schon Jungkaninchen zur Wildschadensverhütung erlegt werden. Wegen des hohen Bewuchses im Spätsommer ist oft der Ansitz die einzige Möglichkeit.

Der Abschuss erfolgt mit Kaliber .22 lfB oder .22 Magnum, außerdem mit Schrot 2,5-3 mm.

Beim Abschuss von Kaninchen am Bau gilt: Das Wild muss am Platz liegen. Tödlich getroffene Kaninchen flüchten oft in den Bau und sind so verloren.

Der Ansitz auf den Dachs

Am erfolgreichsten ist der Ansitz am bestätigten Dachsbau in der Abenddämmerung, wenn der Dachs den Bau verlässt, oder in der Morgendämmerung, wenn er zum Bau wechselt.

Falls dies nicht möglich ist (z. B. wegen Dickung), sollte der Ansitz am Pass, zum bzw. vom Bau, möglichst vom Hochsitz aus unter Beachtung des Windes erfolgen.

In mondhellen Nächten lohnt sich der Ansitz auch an gemähten Wiesen. Auch unter fruchtenden Obstbäumen erscheint der Dachs zur Nahrungssuche. Er bevorzugt überreife Zwetschgen und Birnen. In Maisäckern kann er sogar Wildschäden verursachen und muss dort bejagt werden. Der Schuss erfolgt mit der Kugel (sinnvoll ab .22 Hornet) oder Schrot (3,5 mm ausreichend) bei Entfernungen bis 30 m.

Keine Schüsse spitz von vorn und spitz von hinten!

Dachse haben eine dicke Scharte und sind etwa so schwer wie ein Reh!

Der Ansitz auf Marder

Der Ansitz auf Marder wird verhältnismäßig selten ausgeübt. Erfolg kann höchstens der Ansitz am Pass oder in der Nähe der Tagesverstecke bringen. Meist wird aber der Ansitz an der Kirrung oder dem Luderplatz erfolgreicher sein.

Der Ansitz auf Tauben

Der Ansitz auf Tauben wird meist mit der Lockjagd kombiniert. Beim Taubenansitz ist auf gute Deckung zu achten. Die eingefallene Ringeltaube hat auf "jeder Feder ein Auge".

Der Ansitz erfolgt:

an der Tränke
unter masttragenden Eichen
im Lagergetreide
auf frisch eingesäten Feldern
auf Getreide- und Rapsstoppeln
an der Salzlecke

Der Schuss erfolgt mit Schrot 2,5 - 2,7 mm oder Kleinkaliber .22 lfB.

Die Suche oder Suchjagd

Die Ausübung der Suche oder Suchjagd erfolgt alleine oder zusammen mit wenigen Jägern, jedoch immer ohne Treiber. Hauptakteur bei dieser Jagdart ist immer der Hund. Bei der Suchjagd unterscheidet man zwischen

Feldsuche (nur mit Vorstehhunden möglich)
Buschieren (mit allen Hunden möglich, die unter der Flinte jagen)
Stöbern (mit allen Hunden möglich, die spurlaut sind)
Brackieren (mit Bracken, der Teckel eignet sich zur Rehbrackjagd)

Die verschiedenen Arten der Suche eignen sich für unterschiedliche Gelände.

Art der Suchjagd

Geländebeschaffenheit

Bejagt werden

Feldsuche

Felder und Wiesen mit Deckung

Rebhuhn, Fasan, Hase, Kaninchen

Buschieren

Buschreiche, kurzbewachsene Schläge

Hase, Kaninchen, Fasan, Waldschnepfe

Stöbern

dichte Bestände,
unübersichtliche Dickungen

Schalenwild, Hase, Kaninchen, Fasan, Waldschnepfe

Brackieren

Hase, Fuchs

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