DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Die Rebhuhnjagd

Sinnvoll ist die Mitnahme eines leichten Fernglases. Die abstreichenden Hühner sind zu beobachten und der Ort des Einfallens ist zu merken. Der Jäger soll nicht wahllos in die Kette schießen, sondern bevorzugt auf seitlich streichende Hühner. Vorrangig ist die Bejagung auf geringe Ketten, da größere Ketten im Winter eine höhere Überlebenschance haben. Der Gesamtabschuss darf nicht mehr als maximal 1/5 des Besatzes betragen.

Die Hühner halten (bleiben liegen) bei trockenem Wetter meistens gut .

Die Feldsuche

Bei der Feldsuche werden Vorstehhunde mit flotter Quersuche eingesetzt. Das Ansetzen des Hundes erfolgt gegen den Wind. Er sucht weiträumig und zeigt Wild durch Vorstehen an. Herausgestoßen wird das Wild durch den Jäger.

Erschwertes Finden bei Nässe, deshalb Tau möglichst zuerst verdunsten lassen.

Buschieren

Beim sogenannten Buschieren werden Vorstehhunde oder Stöberhunde mit ruhiger, planvoller Quersuche eingesetzt. Das Ansetzen des Hundes erfolgt gegen den Wind. Er sucht kurz unter der Flinte, d.h. Jäger und Hund arbeiten zusammen in Sichtverbindung. In Deckung befindliches Wild wird vom Hund vorgestanden oder herausgestoßen.

Stöbern

Beim Stöbern auf Niederwild (außer Rehwild) werden sowohl Stöber- als auch Vorstehhunde eingesetzt. Sinnvoll ist nur die Verwendung von spurlauten Hunden. Vorstehhunde dürfen beim Stöbern nicht vorstehen. Alle Hunde müssen bogenrein sein, d.h. hochgemachtes Wild darf nur bis zum Ende des abgestellten Treibens verfolgt werden. Der Hund übernimmt dabei die Aufgabe der Treiber. Er hat mit dem Jäger keine Sichtverbindung.

Der Jäger erwartet das Wild am Rande der Deckung, bzw. auf dem Pass. Durch den Laut des Hundes wird dem Jäger das anwechselnde Wild angekündigt. Gestöbert wird vor allem auf Hase und Kaninchen. Auch der Fuchs kann so bejagt werden. Voraussetzung ist allerdings ein leises Einnehmen der Stände.

Selbstverständlich kann auch anderes in der Deckung befindliches Wild mit bejagt werden, so z.B. Fasan, Waldschnepfe, Enten.

Zum Stöbern auf Niederwild eingesetzte Hunde sollten rehwildgehorsam sein und sich durch Ruf oder Pfiff von der Verfolgung des Rehwildes abhalten lassen.

Im Gegensatz zum Stöbern auf Niederwild wird die Stöberjagd auf Schalenwild fast immer als Gesellschaftsjagd ausgeübt. Wie bei der Stöberjagd auf Niederwild übernimmt der Hund die Funktion der Treiber. Gejagt wird dabei nicht mit großen Hundemeuten, sondern mit einzeln jagenden, spurlauten Stöberhunden , z.B. DW, Spaniel, Teckel, Terrier, Dachsbracken und Beagle. Schnelle, hochläufige Rassen ohne sicheren Spurlaut sind ungeeignet.

Das Wild soll möglichst langsam vor die Schützen kommen. Schützen und Hundeführer befinden sich auf festen Ständen. Hundeführer, die als Treiberschützen mit fungieren, stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar, d.h. aus Sicherheitsgründen ist es auch für die Hundeführer nicht ratsam, den Stand zu verlassen. Ausnahmen können gemacht werden, wenn z.B. krankes Wild vom Hund gestellt wird. In diesem Fall muss der Hundeführer entsprechende Warnkleidung tragen. Auch die eingesetzten Hunde sollten sog. Warnhalsbänder tragen.

Die Stöberjagd auf Schalenwild hat nur dann ihre Berechtigung, wenn eine möglichst hohe Strecke gewünscht wird. So kann der Jagddruck vermindert werden. Schalenwild muss deshalb noch in ausreichender Zahl auf dem Abschussplan frei sein.

Jeder Revierteil sollte i.d.R. nur einmal im Jahr mit dieser Jagdart bejagt werden. Mindestgröße für eine Stöberjagd auf Schalenwild: ca. 500 ha. Sinnvoll ist die Einbeziehung von Nachbarjagden.

Stöberjagden mit wenigen Schützen und Hunden, dafür öfters, bringen, gemessen am Grad der Beunruhigung, zu geringe Strecken. Nachbarreviere müssen von der Durchführung einer Stöberjagd informiert sein.

Verkehrsreiche Straßen im Treiben oder in der Nähe des Treibens schließen diese Jagd aus. Befahrene Straßen müssen mit entsprechenden Hinweisschildern gesichert werden.

Keine Stöberjagd in der Notzeit, z.B. bei hoher Schneelage oder Harschschnee durchführen. Keine Stöberjagden ab Mitte Januar mehr abhalten!

Gründe:

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Das  Stöbern auf Niederwild (ausgenommen Rehwild)

Pro Jagdtag sollte nur ein Treiben durchgeführt werden. Aus wildbrethygienischen Gründen sollten bei längeren Jagden Aufbrechpausen mit absoluter Schussruhe vereinbart werden. Mit dem Stöbern sollte möglichst früh begonnen werden. So kann der Nachmittag für Nachsuchen und Wildtransport genutzt werden.

Im Gegensatz zur Stöberjagd auf Niederwild sollte das Wild nicht am Dickungsrand erwartet werden, sondern auf dem Wechsel zur nächsten Deckung. Fernwechsel besetzen!

Sinnvoll ist für Schützen und Hundeführer die Verwendung von Schirmen oder niedrigen Drückjagdhochsitzen. Sie sollen dort aufgestellt werden, wo das Wild hinwechselt.

Das Anstellen der Schützen soll möglichst schnell vonstatten gehen. Pro Ansteller nur 5 bis 10 Schützen bzw. Hundeführer.

Je 8 - 12 ha Tageseinstand einen bewährten Stöberhund schnallen.

Für eventuelle Nachsuchen muss ein Schweißhundeführergespann zur Verfügung stehen. Jäger und Hundeführer verhalten sich beim Ansprechen und bei der Schussabgabe wie bei der Einzeljagd.  

Die Stöberjagd auf Sauen

Saujagden finden meist im Herbst/Winter vor allem bei Neuschnee statt. Dabei werden die Einstände abgefährtet (kreisen), ob Schwarzwild steckt. Es wird gekreist, d.h. beim Umschlagen des Einstandes werden die ein- und auswechselnden Fährten registriert und gegeneinander aufgerechnet. So kann sicher festgestellt werden, dass auch Wild steckt. Diese Methode ist auch bei anderen Wildarten anwendbar.

Hunde müssen über die sog. "Schwarzwildschärfe" verfügen. Sauen stecken oft sehr fest in der Deckung und werden nur durch entsprechend wildscharfe Hunde auf die Läufe gebracht. Ziel ist es, die Schwarzwildrotten möglichst zu sprengen und die Stücke möglichst einzeln vor die Schützen zu bringen.

Früher war die Verwendung von sog. "Findern", das waren meist spurlaute, weitjagende Wachtelhunde oder Bracken, und die Verwendung schwerer "Packer" (oft Gebrauchskreuzungen) üblich. Wenn die Finder laut wurden, schnallte man die Packer, die das Stück Schwarzwild am Platz festhielten, bis es mit der Saufeder abgefangen werden konnte.

Die Verwendung von schweren Packern ist heute auch aus Tierschutzgründen nicht mehr üblich. An ihre Stelle sind meist schneidige Terrier getreten, die die Schwarzwildrotte sprengen und vor die Schützen bringen sollen.

Das Brackieren

Das Brackieren war früher sehr verbreitet, heute wird es nur noch wenig ausgeübt. In Deutschland liegen die Schwerpunkte in Westfalen (um Olpe) und in manchen Gegenden Bayerns (Mittelgebirge und Alpen). Wegen der Weiträumigkeit dieser Jagdart werden kleinere Reviere zwangsläufig "mitbejagt".
Brackieren ist nur zulässig auf zusammenhängenden Jagdflächen von mehr als 1000 ha, wobei sich aber mehrere Jagdreviere zusammenschließen können. Brackiert wird nur im Wald bei geringem Hasenbesatz.

Brackieren ist auch auf Rehwild möglich, aber in Deutschland nicht üblich. Beim Brackieren macht sich der Jäger die Eigenschaft von Hase und Fuchs zunutze, bestimmte Pässe zu halten, da diese Wildarten bei langsamer, spurlauter Verfolgung durch den jagenden Hund nach einiger Zeit wieder in ihre angestammte Umgebung zurückwechseln.

Der Hase verlässt zunächst das engere Wohngebiet und versucht, den Hund durch Absprünge und Widergänge zu verwirren. Dann wendet er und kommt je nach Jahreszeit und Witterung im Bogen oder auf demselben Pass zurück.
Junghasen wenden oft schon nach 10 Minuten, während es bei älteren Hasen bis zu einer Stunde dauern kann, bis sie - oft auf derselben "Fährte" - zurückkommen. Brackenjäger sprechen in der Waidmannssprache auch beim Fuchs und Hasen von "Fährte".

Brackieren beginnt im Prinzip wie eine Stöberjagd, nur dass in diesem Fall der Hund nicht bogenrein jagt. Vor dem Schnallen des Hundes stellen sich der oder die Schütze/n oft weit entfernt voneinander auf die Hauptpässe.Neben der planmäßigen Suche des Wildes durch den Hund in der Deckung wird auch versucht, den Hasen über die Morgenspur zu finden. Nach dem Finden "sticht" der Hund den Hasen (= er macht ihn hoch).

Wichtig für den Jagderfolg: Der Hund darf nicht auf andere Fährten überwechseln. Erfahrene Hundeführer erkennen am Laut des Hundes die Art des Wildes. Das zurückkehrende Wild kommt i.d.R. sehr vorsichtig und langsam und oft weit vor dem Hund. Günstig ist feuchter Boden.

Neben den Brackenrassen eignen sich auch alle anderen spurlauten Hunderassen für diese Jagdart (z.B. Deutsche Wachtelhunde, Teckel).

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Die Jagd auf Seehunde

Zur Zeit sind laut BJG in Deutschland die Seehunde ganzjährig geschont. Auf Seehunde darf grundsätzlich nur in Begleitung eines bestellten Seehundjagdführers gejagt werden.

Verboten ist

 

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