DER JAGDPROFI
Jagdschule

Saline7 18334 Bad Sülze 038229 80997
                                                                                           oder 017670075546

Die wichtigsten Jagdarten   

Bei der Bejagung des Wildes entwickelte der Mensch verschiedene Methoden der Jagdausübung. Die heute üblichen Jagdarten werden unterteilt in

Einzeljagd

Diese Einteilung ist jedoch nicht immer einfach, viele Jagdarten können sowohl als Einzeljagd als auch als Gesellschaftsjagd ausgeübt werden.

Beispiele

Ansitz oder Gemeinschaftsansitzjagd

Baujagd

Drückjagd - sie kann auch mit einem Schützen und einem Treiber ausgeübt werden, z. B.: ein Treiber drückt eine Schilfdeckung auf Fuchs durch, vorne steht ein Schütze vor.

Entscheidend ist ob vier oder mehr Schützen teilnehmen!

Für jede Art der Jagdausübung gilt:

                                                  Sicherheit geht vor jagdlichem Erfolg!

Deshalb muss vor der Schussabgabe das Vorder- und Hintergelände genauestens überprüft werden und die Wildart genau angesprochen werden (Sichtfeld).

Besondere Vorsicht ist geboten

                                                                                                                  zurück zur Stichwort-Übersicht

Wild und Wetter    

Wild unterliegt in starkem Masse den Wettereinflüssen. Diese Erkenntnis muss bei der Jagdausübung Berücksichtigung finden.

Starker Wind: 
Gestörtes Witterungs- und Gehörvermögen. Wild wird dadurch unsicher

Regen und Sturm:
Wild steht in dichten Einständen.

Feucht und bewölkt:
Wild zeigt eine aktive Äsungssuche.

Nebel:
Wild verbleibt länger auf Äsungsflächen.

Hitze und Dürre:
Revier wirkt wie ausgestorben. Wild tritt nur bei Nacht aus.

Gewitter:
Wild steht in Dickungen. Es erscheint bevorzugt nach dem Gewitter.

Starker Frost:
Wild schränkt seine Aktivität ein und sucht sonnige, windstille Plätze auf.

Witterungswechsel:
Wild reagiert bereits einige Tage vorher. Hierbei zeigt es verändertes Benehmen, d.h. es wird unruhig und heimlich.

Das Prüfen des Windes

Bei fast allen Jagdarten ist der Wind von besonderer Bedeutung. Rehwild z.B. wittert den Menschen bei günstigem Wind bereits auf mehrere 100 m. Die Luft ist nur selten vollkommen ruhig, deshalb muss der Jäger vor der Jagd die Windrichtung feststellen. Das Prüfen der Windrichtung erfolgt im Revier auf freier Fläche nach kurzem Stillstehen. Da ein häufiger Wechsel der Windrichtung möglich ist, sollte man die Windrichtung in Abständen mehrmals prüfen.

Die Windrichtung lässt sich z.B. leicht feststellen mit Hilfe von

Rauch (Zigarette, Pfeife), Feuer (Streichholz, Feuerzeug),

trockenem Laub (kleine Blätter),

Flugsamen,

Tierhaaren und kleinen Federn,

aber auch Seifenblasen oder Puder

Bei fast allen Jagdarten muss der Jäger die Windrichtung beachten. Man unterscheidet folgende Winde:

Augenwind: Wind kommt von vorne. Wild bekommt keine Witterung. Hund bekommt gute Witterung.

Nackenwind: Wind kommt von hinten. Wild bekommt meist Witterung. Hund bekommt keine Witterung.

Kesselwind: Wind zieht rund umher, z.B. auf Blößen. Wild kann Witterung bekommen abhängig, vom Standort.

Flatter- oder Küselwind:  Wind: hat keine feste Richtung.  Wild kann Witterung bekommen.

Überkippender Wind: kippt um, z. B. an Waldrändern

Beim Schalenwild ziehen erfahrene Stücke, wann immer es möglich ist, gegen den Wind. Der Fuchs verhält sich gleichermaßen. Fasanen und Rebhühner streichen beim Treiben gerne mit dem Wind.

Aufwind:  herrscht am Morgen im Gebirge, er entsteht durch Erwärmung.

Talwind: am Abend, er entsteht durch Abkühlung.

Wind an Wasserflächen

Auch an größeren Wasserflächen kommt es zu regelmäßigem Windrichtungswechsel.

Enten streichen von der Wasseroberfläche möglichst gegen den Wind ab. Sie fallen auch am liebsten so ein. Wird der Wind durch ein Hindernis abgehalten z. B. durch

Bodenwelle,              Steinhaufen,            dichte Hecke oder Gebüsch,

dann entsteht ein Windschatten. Hier liegt manchmal Wild.

Jede Treibjagd setzt sich aus mehreren Einzeltreiben zusammen. Den Weg von einem zum nächsten Treiben bezeichnet man als Folge. Unter "Folge" versteht man die Richtung, in der die Schützen nach Beendigung des Treibens zum Sammelplatz finden.

Feldtreiben und Waldtreiben

Aufgrund der zu bejagenden Örtlichkeiten unterscheidet man zwischen Feldtreiben und Waldtreiben.

Bei einer Gesellschaftsjagd auf Niederwild können entweder nur Feldtreiben, nur Waldtreiben oder auch beide Arten im Wechsel vorkommen. Die Bejagung des Schalenwildes erfolgt meist bei Waldtreiben (ausgenommen Sauen im Mais).

Zu den Feldtreiben zählen

Einfache Streife - Böhmische Streife - Kesseltreiben  - Vorsteh- oder Standtreiben.

Zu den Waldtreiben zählen

Vorsteh- oder Standtreiben - Drückjagd (Riegeljagd) - Ansitzbewegungsjagd.

Im Wald ist unter bestimmten Verhältnissen auch eine einfache Streife möglich. Gerade auf Schalenwild werden die Waldtreiben oftmals mit einem Ansitz kombiniert, man spricht von einer Ansitzdrückjagd oder Ansitzbewegungsjagd.

Der Aufwand einer Treibjagd, insbesondere die Anzahl von Schützen und Treibern, sollen in einem sinnvollen Verhältnis zur erwarteten Strecke stehen. Vor allem bei der Bejagung des Hasen sollte dieselbe Fläche nicht zweimal im Jahr bejagt werden. Eine Treibjagd ist in diesem Fall besser als mehrere kleinere Suchjagden. Bei Kaninchen ist es aus Gründen der Wildschadensverhütung oft notwendig, auch mehrmals dieselbe Fläche zu bejagen. Dasselbe gilt für Fasanenjagden, wenn im Interesse der Hege noch mehr Hähne geschossen werden sollen.

                                                                                                                  zurück zur Stichwort-Übersicht

Revierkarte

Bei der Bejagung des Hasen sollte jedes Jahr ein Revierteil - im Wechsel - unbejagt bleiben (ca. 1/3 der Fläche). Bei geringem Zuwachs (z.B. ungünstige Witterung zur Aufzuchtzeit) zur Schonung des Stammbesatzes auf eine Bejagung verzichten! Wichtig vor jeder Gesellschaftsjagd auf Niederwild ist daher eine Bestandesschätzung

Jede Treibjagd erfordert eine sorgfältige Planung und Organisation. Treibjagden werden von einem Jagdleiter geleitet. Dies ist meist der Revierinhaber oder ein Berufsjäger, Jagdaufseher, Jagdgast. Die Jagdleitung ist für den gefahrlosen Ablauf verantwortlich. Jäger und Treiber werden in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat einen sogenannten Gruppenführer / anstellenden Jäger. Die Gruppenführer müssen geländekundig sein. Sie teilen beim Anstellen (Zuweisung des Standplatzes) dem Jäger mit, aus welcher Richtung die Treiberwehr kommt, in welche Richtung geschossen werden darf und wie die "Folge" nach dem Treiben ist.

Bei der Planung einer Gesellschafts- oder Treibjagd ist zu beachten:

Für die einzelnen Treiben sind Grenzen und Reihenfolge festzulegen. Als Hilfsmittel dienen Revierkarten und Markierungen.

Die Jagdleitung muss sich mit den Gruppenführern absprechen. Die Treiben einige Tage vorher gemeinsam abgehen und besichtigen.

Der Einsatz eines Wildwagens.

Der Einsatz von Hundeführern vor und nach dem Schuss.

Die Planung der Versorgung und Verwertung des erlegten Wildes.

Das Festlegen von Ort und Zeit für Mittagessen, Streckelegen und Schüsseltreiben.

Das Einladen der Jagdteilnehmer

Beim Einladen der Teilnehmer ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Anzahl waidgerechter Jäger, ortskundiger Treiber und brauchbarer Hunde berücksichtigt wird. Die Einladung sollte möglichst rechtzeitig erfolgen und zwar mündlich oder schriftlich. Bei Nichtanwesenheit des Jagdpächters bzw. eines Mitpächters ist die schriftliche Form notwendig. Die schriftliche Einladung ersetzt den Jagderlaubnisschein. Die Einladung ist bei der Treibjagd mitzuführen!

Pflichten des Jagdleiters bei Treib- und Drückjagden

Belehrung der Schützen im Umgang mit der Schusswaffe.

Hinweis auf die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen.

Kontrolle des mitgeführten und gültigen Jagdscheines.

Bekanntgabe der zur Anwendung kommenden Jagdsignale.

Erklärung des Ablaufes der einzelnen Treiben und Bekanntgabe der Folge.

Anweisungen an die Hundeführer.

Aufteilung der Jagdteilnehmer in Gruppen und ggf. Kennzeichnung der Gruppen, z. B. durch Farben und/oder Nummern.

Der Jagdleiter haftet für Schäden mit, wenn er es versäumt hat, vor der Jagd auf die Sicherheitsbestimmungen hinzuweisen.

Pflichten der Jäger

Neben waidgerechtem Verhalten hat jeder Schütze die Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten.

Verstöße gegen die UVV rechtfertigen den Jagdscheinentzug (§ 18 BJG).

Allen Anordnungen des Jagdleiters ist Folge zu leisten.

Jedem Nachbarn ist der eigene Standort anzuzeigen. Diesen darf man ohne Benachrichtigung nicht verändern und vor dem Abblasen nicht verlassen.

Beim Verlassen des Standes: Waffe entladen und öffnen!

Ist das nicht möglich, dann sofort Jagdleiter verständigen.

Die Laufmündung soll immer nach oben zeigen.

Nach dem Abblasen gilt: Waffe entladen und öffnen!

Die wichtigsten Verbote während des Treibens

Während der Treibjagd ist verboten

das Durchziehen der Waffe durch Schützen- oder Treiberlinien,

in Richtung von Personen anzuschlagen oder zu schiessen

der Schuss ins Treiben ohne Erlaubnis der Jagdleitung,

das Laden der Waffe vor Einnahme des Standes, insbesondere bei Kesseltreiben nach dem Signal "Treiber rein" der Schuss in den Kessel,

die Schussabgabe vor dem Anblasen und nach dem Abblasen. Ausnahme: Vor Jagdbeginn ist auf Anordnung der Jagdleitung der Schuss auf Füchse erlaubt.

                                                                                                                  zurück zur Stichwort-Übersicht

 | Über uns | Nachrichten | Jagdschein | Falknerschein  Bogenjagdschein   Kontakt                       Home