DER JAGDPROFI
Jagdschule

Saline7 18334 Bad Sülze 038229 80997
                                                                                           oder 017670075546

"Jagd ohne Hund ist Schund!"

Jagdgebrauchshunde      Rassegruppen und Rassen

Bracken    (Jagende Hunde oder Laufhunde)

Deutsche Bracke                       DBr
Westfälische Dachsbracke     WDBr
Beagle                                          Be
Brandl-Bracke                            BrBr
Tiroler Bracke                            TiBr
Steirische Rauhhaarbracke   StBr (auch Gebirgsbracke oder Peintinger)

Bracken wurden ursprünglich zum Brackieren von Hase oder Fuchs auf deren Nachtspur verwandt. Unbedingte Voraussetzung muss daher eine sehr feine Nase, hervorragender Spurwille und lockerer Spurlaut sein. Aus diesen Gründen eignen sich Bracken auch sehr gut zur Nachsuche. Voraussetzung ist jedoch, dass sie entsprechende Wildschärfe zeigen. Die Deutsche Bracke und die Westfälische Dachsbracke zeigen immer die "Preußischen Farben" (schwarz, weiß, rot). Die Bracken des Alpenraums hingegen sind immer schwarz, braun oder schwarzbraun gefärbt.

Schweißhunde  

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Hannoverscher Schweißhund            HS
Bayerischer Gebirgsschweißhund   BGS
Alpenländische Dachsbracke            ADBr

Schweißhunde sind Hunde, deren einzige Aufgabe in der Nachsuche kranken Schalenwildes besteht. Die älteste Rasse ist der Hannoversche Schweißhund. Diese Rasse wird ausschließlich auf Hochwild (nicht auf Rehwild) geführt. HS werden auf der gesunden Fährte von Hochwild, dessen Wechseln man beobachtet hat, eingearbeitet, d.h. der Hund arbeitet die Individualwitterung und die Bodenverwundung (lancieren). Der Schweiß, der in der Krankfährte hinzukommt, ist somit eine willkommen Zugabe, aber nicht unbedingt notwendig. Durch Kreuzung des HS mit bodenständigen Brackenschlägen entstand Anfang dieses Jahrhunderts der BGS, der wesentlich leichter gebaut ist als der HS (Arbeitsbereich Hochgebirge). Seine Einarbeitung erfolgt mit dem Fährtenschuh. Die ADBr zählt erst seit 1996 zu den Schweißhunden, da sie heute fast ausschließlich zur Nachsuche eingesetzt wird.

Erdhunde   

Teckel

Langhaarteckel  
Rauhhaarteckel  
Kurzhaarteckel

in den Größen: Normalschlag, Zwerg -, Kaninchenteckel.

Terrier

Foxterrier (rauh und glatthaarig)
Jack Russel Terrier
Deutscher Jagdterrier (rauh und kurzhaarig)

Ursprüngliche Aufgabe der Erdhunde war das Sprengen von Raubwild aus dem Bau (Terra = Erde, daher Terrier). Aufgrund ihres großen Finderwillens und ihrer überlegenen Schärfe eignen sich die Erdhunde aber ebenfalls sehr gut zum Stöbern sowie zur Jagd auf Schwarzwild (Treib- und Drückjagden).

Stöberhunde  

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Deutscher Wachtelhund DW
Cocker Spaniel CSp
Springer Spaniel SSp

Das Aufgabengebiet der Stöberhunde ist das Herausstöbern von Wild aus dichter Deckung. Da die Stöberhunde nicht im direkten Wirkungsbereich ihres Führers jagen, müssen sie unbedingt spurlaut und bogenrein sein.

Vorstehhunde   

Deutsch Kurzhaar                DK
Weimaraner Kurzhaar         W
Weimaraner Langhaar        WL
Deutsch Langhaar               DL
Großer Münsterländer        GM
Kleiner Münsterländer        KLM
Deutsch Drahthaar              DD
Deutsch Stichelhaar           DSt
Griffon                                    GR
Pudelpointer                         PP

Ursprüngliche Aufgabe der Vorstehhunde ist das Vorstehen von Niederwild (optisches Zeichen). Daneben sind die deutschen Vorstehhunde jedoch in der Lage, auch alle anderen Arbeitsbereiche (Apportieren, Wasserarbeit, Stöbern, Schweiß etc.) auszuführen. Sie werden daher auch als Vollgebrauchshunde bezeichnet.

Im Gegensatz zu den deutschen Vorstehhunden werden die englischen Vorstehhunde traditionell nur zum Vorstehen verwandt. Arbeiten nach dem Schuss, wie das Apportieren, übernehmen dann die Apportierhunde (s.u.). Dennoch können auch die englischen Vorstehhunde mit entsprechender Ausbildung alle Vorstehhundeprüfungen (VJP, HZP, VGP etc.) ablegen.

 

Pointer                                                      P
Irischer Setter                                         IS
Englischer Setter (Lavarack)             ES
Gordon Setter (Schottischer Setter) GS

Ungarisch Kurzhaar (Magyar Viszla) UK
Ungarisch Drahthaar ( Magyar Viszla ) UD
Epagneul Breton (Bretonischer Vorstehhund) EB

Das Aufgabengebiet der o.g. ausländischen Vorstehhunde entspricht dem der deutschen Vorstehhunde.

Apportierhunde   

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Labrador Retriever
Golden Retriever

Aufgabe der Apportierhunde ist ausschließlich das Apportieren von erlegtem Niederwild (Fortsetzung der o.g. Arbeitsteilung).

Hundehaltung

Laut Tierschutzgesetz ist der Hundehalter für die artgerechte Unterbringung, Ernährung und Pflege seines Hundes verantwortlich. Grundsätzlich unterscheidet man heute die

  Stubenhaltung und Zwingerhaltung

Die Anbindehaltung ist für Jagdhunde indiskutabel, so dass nur die Wahlmöglichkeit Stuben- und Zwingerhaltung besteht. Der Vorteil der Stubenhaltung ist in erster Linie der ständige Kontakt zum Besitzer. Nachteile sind darin zu sehen, dass der Hund leicht verweichlicht und, insbesondere wenn Kinder im Haus sind, oft auch verwöhnt wird. Der überwiegende Teil der Jagdhunde wird deshalb in Zwingern gehalten. Vorteile: Durch gezielten Umgang mit seinem Führer wird der Hund gehorsamer. Durch die Unterbringung im Freien wird er abgehärteter, d.h. unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse und somit auch jagdliche leistungsfähiger.

Bei Zwingerhaltung

ist folgendes zu beachten: Für einen mittelgroßen Hund (= ca. 20 kg; der größte Teil der Jagdhunde) muss die Zwingergröße mindestens 8 m2 betragen (Hundehütte nicht mitgezählt). Für jeden weiteren Hund vergrößert sich die Fläche um zusätzlich 3 m2 (1 Hund = 8 m2, 2 Hunde = 11 m2, 3 Hunde = 13 m2). Dies gilt nicht für Welpen bei der Hündin. Als Einzäunung darf nur Gesundheit unschädliches Material verwendet werden, d.h. kein Stacheldraht. Die Zäunung muss für den Hund unüberwindbar sein (je nach Rasse bis über 2 m) und nach mindestens einer Seite freie Sicht nach außen gewähren. Des weiteren muss vermieden werden, dass der Hund sich nach außen durchgraben kann. Der Boden des Zwingers muss so beschaffen sein, dass Flüssigkeiten (Urin) versickern oder ablaufen können. Besteht der Boden aus nicht wärmedämmendem Material muss eine wärmedämmende Unterlage (z.B. Holzpritsche) vorhanden sein. Innerhalb des Zwingers muss dem Hund eine Hütte zur Verfügung stehen. Diese Hütte gilt als Schutz und Schlafraum. Die Größe der Hütte richtet sich immer nach der Größe des Hundes, weil der Hund durch Abstrahlung eigener Körperwärme in der Lage sein muss, die Hütte aufzuwärmen. Die Hütte sollte unterteilt sein in einen Schlaf- und einen Vorraum, der gleichzeitig als Windfang dient. Als Material eignen sich Nut- und Federbretter. Die Wände werden doppelwandig mit entsprechender Isolierung (Styropor, keine Glaswolle) erstellt das Dach sollte zur besseren Reinigung aufklappbar sein. Die Hütte wird so aufgestellt, dass der Eingang in Richtung der Wetter abgewandten Seite zeigt. Im Winter erfolgt eine zusätzliche Einstreu mit Stroh. Grundsätzlich wird der Zwinger täglich von Kot gereinigt und die Einstreu ca. alle 2-3 Wochen erneuert. Nach Bedarf wird die gesamte Zwingeranlage mit handelsüblichen Stalldesinfizierern gereinigt (Bezugsquelle z.B. Raiffeisen Warengenossenschaften).

Den hohen Leistungsanforderungen, die an sie gestellt werden, werden Jagdhunde nur gerecht, wenn sie entsprechend vollwertig ernährt werden. Zusätzlich ist, insbesondere bei jungen Hunden, eine ausreichende Bewegung im Freien nötig, um einen den Anforderungen entsprechenden Muskelapparat aufzubauen. Mangelhafte Ernährung bei Welpen führt zu Wachstumsstörungen die sich später nicht mehr beheben lassen. Nährstoffbedarf und Fütterung Beim Nährstoffbedarf unterscheidet man grundsätzlich zwischen

Erhaltungsbedarf: Zur normalen Lebensfunktion täglicher Spaziergang, normale Bewegung nötig

Leistungsbedarf: Treibjagdsaison, Jagdbetrieb, Kälte, Trächtigkeit, Stillzeit etc.

Bei den Nährstoffen unterscheidet man zwischen: 

Hauptnährstoffen und Mikronährstoffen

Kohlehydrate Mineralstoffe Fette Vitamine Eiweiß Spurenelemente Obwohl Hunde zu den Fleischfressern zählen, sollte ihre Nahrung zu 2/3 aus Fleisch und zu 1/3 aus pflanzlicher Beikost bestehen. Geeignet sind Muskelfleisch von Rind, Pferd, Schaf und Wild, Innereien wie z.B. Pansen u. Blättermagen, alle Arten von Getreide sowie Gemüse, Vollkornbrot, Obst etc.

Nicht geeignet zum Verfüttern aufgrund der Infektionsgefahr mit der Aujeszkischen Krankheit ist Schweinefleisch (auch Schwarzwild) sowie Röhrenknochen, splitternde Knochen und gesalzene Küchenabfälle.

Die Anzahl der täglichen Fütterungen hängt vom Alter des Hundes ab!

Alter in Monaten     Anzahl der Fütterungen

bis 4                              4 x
4 bis 6                           3 x
6 bis 12                         2 x
ab 12                             1 x

Die Menge des Futters ist individuell verschieden und muss pro Hund jeweils ermittelt werden.                    Grundregel: Napf muss restlos leergefressen werden.

Bei trächtigen Hündinnen ist die Qualität und die Anzahl der täglichen Fütterungen zu steigern, da durch die Entwicklung der Welpen die Ausdehnungsfähigkeit des Magens beeinträchtigt wird und deshalb die Hündin bei einmaliger Fütterung nicht genug Futter aufnehmen kann.

Welpenfütterung:

Mit der Fütterung der Welpen wird begonnen, wenn man feststellt, dass die Hündin nicht mehr in der Lage ist, die Welpen ausschließlich mit Milch zu ernähren (normalerweise 2.-3. Woche). Als Futter eignet sich rohes Muskelfleisch, das durch den Fleischwolf gedreht wird bzw. Welpenfertigfutter. Grundsätzlich gibt es für Hunde jeden Alters sowie für Hunde, die eine spezielle Ernährung brauchen, industriell hergestelltes Futter verschiedener Hersteller.

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Hundepflege   

Alle Hunderassen, insbesondere langhaarige Hunde, sollten regelmäßig gebürstet bzw. gekämmt werden, um einer Verfilzung des Haares vorzubeugen. Gleichzeitig wird der Hund auf Parasitenbefall (Flöhe, Läuse, Zecken, Milben) untersucht. Reinigend wirkt grundsätzlich auch häufiges Schwimmen. Auch die Augen und Behänge (Ohren) sind regelmäßig auf Verschmutzung zu untersuchen und ggf. zu reinigen.   Der kranke Hund Ob ein Hund krank ist, kann am ehesten der Hundebesitzer selbst erkennen, da sich das "Kranksein" zu allererst im veränderten Verhalten des Hundes ausdrückt. Auffällig ist z.B. stumpfes Fell, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und veränderte Körpertemperatur. Fieber haben Hunde erst ab einer Körpertemperatur von ca. 39°C.

Krankheiten werden unterschieden in Infektionskrankheiten, Körperfehler sowie Zerrungen, Brüche, Vergiftungen und Geschwüre.

Infektionskrankheiten entstehen durch das Eindringen lebender Krankheitserreger, z.B. Viren, Bakterien und Parasiten.

Vorbeugenden Schutz bieten nur Schutzimpfungen. Durch die Schutzimpfung erfolgt eine Immunisierung d.h. der Körper entwickelt Antikörper gegen Krankheitserreger.

Man unterscheidet zwischen aktiver und passiver Immunisierung.

Aktive Immunisierung

Bei der aktiven Immunisierung enthält der Impfstoff abgeschwächte oder abgetötete Seren. Auf die Impfung reagiert der Körper mit der Bildung von Antikörpern. Bis zu deren Bildung vergehen in der Regel 14-20 Tage. Der Hund ist dann für 1 - 2 Jahre immun. Die Impfung ist als vorbeugender Schutz gedacht. Passive Immunisierung Benötigt der Körper schnell einen Schutz, so greift man auf Seren zurück, die aus dem Blut von Tieren gewonnen werden, die die jeweilige Krankheit überstanden haben. Das heißt mit dem Impfstoff werden die Antikörper verabreicht. Diese wirken sofort werden aber wieder abgebaut und vom Körper nicht nach produziert und bieten nur einen Schutz über die Zeitdauer von 2 - 3 Wochen.

Viren: Tollwut Staupe Hepatitis Parvovirose                             Bakterien: Leptospirose

Vorbeugende Schutzimpfungen gibt es gegen

Staupe            Kürzel: S
Hepatitis                        H
Leptospirose                L
Parvovirose                  P
Tollwut                           T 

Diese Schutzimpfungen sind als Einzelimpfstoffe, oder als Kombinationsimpfstoffe (SHL + TP bzw. 5fach Impfung SHLTP) erhältlich. Erstmalig werden Hunde als Welpen im Alter von ca. 6-7 Wochen geimpft, d.h. noch beim Züchter.

Die Welpenabgabe erfolgt ca. in der 8. Lebenswoche.

Zur Grundimmunisierung ist allerdings eine 2. Impfung erforderlich, die im Alter von ca. 12 Wochen erfolgt, d.h. ca. 3-4 Wochen nachdem man den Welpen vom Züchter erworben hat. Da diese Grundimmunisierung jedoch nicht unbegrenzt wirksam ist, ist jährlich eine Wiederholungsimpfung erforderlich

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Welpenkauf  

Daher hat der Züchter neben der Ahnentafel auch einen gültigen internationalen Impfpass zu übergeben. In diesen internationalen Impfpass werden alle Impfungen des Hundes eingetragen. Dieser Impfpass muss z.B. bei Reisen ins Ausland (jeweiliges Landesgesetz beachten) sowie bei Hundeprüfungen vorgelegt werden. Befall mit Innenparasiten Der Hund nimmt über die Nahrung (Mäuse) oder lecken von Artgenossen immer wieder Würmer auf. Deshalb sollte regelmäßig eine Wurmkur durchgeführt werden. Dabei sollte auch das Wurmmittel hin und wieder gewechselt werden.

Innenparasiten:

Kokzidien, Spulwürmer, Peitschenwürmer, Hakenwürmer, Gurkenartiger Hundebandwurm, Dreigliedriger Hundebandwurm, Fuchsbandwurm   Befall mit

Außenparasiten

Zeckenbefall

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Zecken sind Spinnentiere, die blutsaugend auf Vögeln und Säugetieren parasitieren. Durch den Biss der Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen werden, wie z.B. Borrelliose und FSME (= Frühsommer Meningo Enzephalitis).

Flohbefall          Flöhe parasitieren blutsaugend auf Vögeln und Säugetieren und sind unter
                             anderem Zwischenwirt des kürbiskernförmigen Bandwurms.

Befall mit Läusen    Kann verantwortlich sein für den Verlust ganzer Würfe (Blutverlust).
                                     Ebenfalls Zwischenwirt des kürbiskernförmigen Bandwurms.

Befall mit Milben    Räudemilbe: Ansteckungsgefahr durch Fuchs. Kennzeichen: Haarausfall

Augenkrankheiten:      Ektropium offenes Auge (Cocker, Basset) Entropium nach innen
                                           gestülptes Augenlid 

Ohrenzwang             entsteht meist bei Hunden mit langbehaarten Behängen durch
                                      Fremdkörper oder Ohrräudemilben. Typische Anzeichen für Ohrenzwang
                                      sind Kopfschütteln, Kratzen, Schmerzempfindlichkeit sowie übel
                                      riechendes Ohrensekret. (Therapie: Tierarzt) Bindehautentzündung
                                      entsteht oft durch Autofahrten mit offenem Fenster. Hunde reagieren
                                      empfindlich auf Zugluft.

LL Linsenluxation (Erbkrankheit),        Ablösung der Linse vom Auge

HD Hüftgelenkdysplasie
Kuhhessigkeit x-beinig
Fassbeinigkeit o-beinig

Wolfsklaue 5. Zehe am Hinterlauf innen -wird im allgemeinen kupiert.

a) Scherengebiß

b) Zangengebiß

c) Vorbeißer

d) Rückbeißer

 

Kupieren

Kürzen der Rute bei kurz- und rauhhaarigen Vorstehhunden, Stöberhunden sowie Terriern. Mit dem Kupieren soll vermieden werden, dass sich die Hunde beim Arbeiten in dichter Deckung die Rutenspitze blutig schlagen.

Brüche  

Entstehen meist durch Verkehrsunfälle bzw. durch Tritte von z.B. Rotwild. Unterschieden werden offene (Knochen hat Haut durchstoßen) und geschlossene Brüche (Haut unverletzt).

Vergiftungen Sind meist auf bewusstes Vergiften des Hundes durch Dritte zurückzuführen, da die heutigen Schädlingsbekämpfungsmittel cumarinhaltig sind und damit nur bei hoher Dosierung Tod durch inneres Verbluten hervorrufen. Hundezucht

Hunde haben im Vergleich zu ihrem Urahn, dem Wolf, eine größere Fruchtbarkeit. Rüden werden im Alter von ca. 8-12 Monaten geschlechtsreif, Hündinnen mit ca. 7-10 Monaten. Äußeres Anzeichen bei der Hündin ist die erste Hitze, man sagt, die Hündin ist läufig. Die Hitze wiederholt sich periodisch 2x jährlich, d.h. im Frühjahr und Herbst. Anzeichen der Hitze ist das Anschwellen der Schnalle und in den ersten 10 - 12 Tagen blutig-wässriger Ausfluss. Man sagt, die Hündin färbt.

Die Hitze dauert ca. 3 Wochen und unterteilt sich in 3 Phasen.

1. Phase = Vorhitze 1. - 9. Tag
2. Phase = Haupthitze 10.-15. Tag
3. Phase = Nachhitze ab 16. Tag (bis ca. 20.-23. Tag)

Die günstigste Zeit für das Decken liegt in der Haupthitze, d.h. vom (11.) 12. - 14. Tag nach dem Färben. Typisch für alle Hundeartigen ist das ca. 10-30- minütige Hängen nach der Paarung.

In dieser Zeit sollte die Ernährung umgestellt werden und die Hündin viel bewegt werden. Das Ende der Tragzeit zeigt sich am Anschwellen der Zitzen und der zunehmenden Unruhe der Hündin. Sicheres Anzeichen der bevorstehenden Geburt ist ein Sinken der Körpertemperatur auf unter 37°C. Für die Geburt sollte möglichst eine spezielle Wurfkiste zur Verfügung stehen, die einen reinigungsfähigen Bodenbelag aufweist. Die Welpen werden in einer Fruchtblase geboren, die von der Hündin aufgerissen und mit der Nachgeburt aufgefressen wird. Die Nachgeburt enthält Hormone, die die Milchproduktion fördern.

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Die neugeborenen Welpen sind behaart, blind und taub und werden von der Hündin sofort trockengeleckt. Sofort nach dem Trockenlecken streben die Welpen zu den Zitzen der Hündin. Die Welpen sind ca. 10 - 12 Tage blind und werden ca. 6-8 Wochen gesäugt.

Zugefüttert werden die Welpen, wenn man bemerkt, dass die Hündin nicht mehr genug Milch hat, um die Welpen satt zu bekommen (ca. 3. - 4. Woche) . Abgegeben werden die Welpen ca. mit der 8. Lebenswoche. Das Kupieren der Rute und der manchmal auftretenden Wolfsklaue darf grundsätzlich nur vom Tierarzt vorgenommen werden. Alle zur Zucht zugelassenen Hunde werden in sogenannten Zuchtbüchern erfasst. Sind also beide Elterntiere im o.g. Zuchtbuch erfasst, erfolgt für die Welpen ebenfalls ein Eintrag ins Zuchtbuch. Vorliegen muss eine vom Zuchtwart erteilte Deckbescheinigung. Ca. eine Woche nach der Geburt nimmt der Zuchtwart den Wurf ab und tätowiert die Welpen.

Die Welpen erhalten ihre Namen und bekommen eine Ahnentafel. Diese Ahnentafel beinhaltet den Stammbaum des Hundes und gilt als Nachweis der reinrassigen Abstammung. In ihr sind alle Prüfungen und Leistungsnachweise des Hundes und seiner Vorfahren festgehalten.

Erwünschte Eigenschaften:

Wildschärfe                          Aktive Haltung gegen Wild (stellen und ggf. niederziehen)
Raubwildschärfe                Aktive Haltung gegen Raubwild (höher zu bewerten als
                                                 Wildschärfe)
Mannschärfe                        Hund greift Menschen auf Befehl an
Härte                                      Unempfindlich gegen Verletzungen
Bogenrein                            Hund jagt nicht über die Linie der abgestellten Schützen hinaus,
                                                verlässt das Treiben nicht

Unerwünschte Eigenschaften:

Anschneiden                 Hund frisst Wild
Totengräber                   Hund vergräbt gefundenes Wild
Blender                           lügt, steht vor wo kein Wild ist
Blinker                             ignoriert, verleugnet Wild
Schussscheue              Angst vor dem Schuss oder lautem Knall

Erwünschte Laute

Spurlaut/Fährtenlaut    gibt Laut auf Spur / Fährte des von ihm verfolgten Wildes.
Sichtlaut                          gibt nur Laut bei sichtigem Wild.
Standlaut                         laut beim Stellen noch lebenden Wildes.
Totverbellerlaut             Verbellen des tot gefundenen Wildes.
Vorliegelaut                    Bauhund verbellt den Fuchs / Dachs im
                                           Bau.

Unerwünschte Laute

Waidlaut: bellt, sobald geschnallt (ohne Wildberührung).
Baulaut:   bellt immer, sobald in Bau eingeschlieft (ohne Wildberührung).  

Ablegen                              Hund bleibt auf Befehl längere Zeit am Platz liegen. Anschneiden                     Hund frisst gefundenes Wild an
Anleinen                             Festmachen des Hundes an der Leine
Apportieren                       Bringen von Wild durch den Hund
Appell                                  Gehorsam
Baujagd                              Bejagung von Fuchs, Dachs (und Kanin mit Frettchen) im Erd- oder
                                              Kunstbau.
Behang                               Alter von Schweisshunden (Behangen mit Schweißhalsung und
                                              Schweißriemen).
Bringen                               siehe Apportieren
Bringsel                              kurzer Lederriemen an der Halsung (ca. 10 cm), wird vom
                                              Bringselverweiser gebracht, wenn er erlegtes  Schalenwild gefunden
                                              hat.
Bringtreue                          Leistungsprüfung; Bringtreue, Hund bringt ohne Bring-Befehl einen
                                              in der Dickung abgelegten Fuchs.
Buschieren                        Arbeit unter der Flinte (in 30 m Umkreis).
Changieren                        Wechseln von einer auf eine andere Fährte.
Dressurangel:                   langer Stock mit Schnur und Beuteattrappe, wird zum Vorstehen-
                                              Üben verwandt.
Down                                   Befehl: Hund muss sich hinlegen.
Feldarbeit                           Arbeit des Hundes auf Niederwild im Feld (Hasenspur, Suche,
                                              Vorstehen etc.).
Feldleine                             ca. 20-25 m lange Kunststoffschnur, wird verwandt, um einen jungen
                                              Vorstehhund einzuarbeiten, d.h. "kurzzuhalten".
Fuchssprengen                Hinausjagen des Fuchses aus dem Bau.
Führigkeit                           Bereitschaft des Hundes, von sich aus Verbindung mit seinem
                                              Führer zu halten.
Feld                                      Alter von Vorstehhunden.
Gehorsam                          auch als Appell bezeichnet, Prüfungsfach bei vielen Prüfungen (HZP,
                                              BP, VGP etc.).
Genossen machen          Füttern des Hundes nach der Schweißarbeit mit Aufbruchteilen zur
                                              Aufrechterhaltung der Arbeitsfreude.
Halt                                      deutsche Form für Down, Befehl: Hinlegen.
Härte                                    Unempfindlichkeit gegen äußere Einflüsse bzw. Verletzungen.
Handscheue                      Abrichtefehler: Hund hat Angst vor dem Ausbilder.
Herausstoßen von Wild  (z.B. Hase aus Sasse), wird immer vom Hundeführer gemacht, nie
                                               vom Hund.
Hasengehorsam               Hund lässt sich am sichtigen Hasen abpfeifen.
Hasenrein                           ignoriert aufstehenden Hasen.
Knautschen                       zu festes Anfassen bzw. Durchkauen von zu apportierendem Wild.
Kunstfährte                        künstliche Schweissfährte zur Einarbeitung von Schweißhunden.
Lancieren                           Arbeit auf der Gesundfährte von gesundem Rothirsch, um diesen
                                              aus der Dickung zu drücken.
Leinenführigkeit               korrektes Gehen an der Leine
Rehgehorsam                   Hund lässt sich am sichtigen Reh abpfeifen.
Rehrein                               ignoriert das flüchtende Reh.
Riemenarbeit                     Nachsuche mit Hilfe eines Schweißriemens.
Schleppen                          Duftspur von über den Boden geschlepptem Niederwild (Haarwild im
                                              Wald / Federwild im Feld).
Schliefen                           "Hineingehen" in den Bau (gilt sowohl für Hund als auch für Fuchs
                                               und Dachs.
Schnallen                           Losmachen des Hundes von der Leine.
Schusshitze                      Gegenteil von Schussruhe.
Schussruhe                       Ruhiges Verhalten des Hundes auf Schussabgabe.
Schweißhalsung              breites Halsband mit Wirbel (verhindert Verwickeln des
                                              Schweißriemens).
Schweißriemen                 6 -10 m langer Riemen, wird fest mit der Schweißhalsung
                                              verbunden.
Wasserarbeit                     z.B. Stöbern, Absuchen von Deckung (Schilf), Bringen aus
                                             Schilfwasser
Wasserfreude                   Bereitschaft des Hundes, Wasser anzunehmen, auch Hinweis auf
                                              Härte.
Wesensfestigkeit             seelische Ausgeglichenheit des Hundes.   

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Hundeerziehung

(Grundsätzliches)  - beginnt mit Übernahme des Welpens

erwünschte Eigenschaften fördern

unerwünschte Eigenschaften unterdrücken

Einwirkung auf den Hund ist Belobigen und Belohnen aber auch Tadel und Bestrafung

Jeder Hund (nicht nur Jagdhunde) sollte eine Erziehung genießen, die mindestens garantiert:

vom Welpenalter bis 4./6. Monat

Stubenreinheit,  Hören auf Namen (Pfiff),  Halsband und Leine, Sitz, Platz, Ablegen, Futterschleppe.  Gewöhnung an Wasser  

Festigung des Gehorsams ab 6. Monat

Notwendig für die spezielle jagdliche Abrichtung ist zuverlässiger Gehorsam und vertrauensvolle Unterordnung

Festigung der Befehle "Sitz", "Platz", "Ablegen"
Leinenführigkeit und Frei – bei – Fuß – gehen
Trillerpfiff, Vorübungen zum Apportieren

Jagdliche Abrichtung

ab 1 Jahr – erst, wenn alles Grundelemente sicher sitzen

Abrichtung dann je nach Rasse unterschiedlichDer Hund lernt aus Erfahrung:Er merkt sich welche Folgen sein Verhalten hat und vermeiden Handlungen mit unangenehmen Folgen.Wie machen wir uns verständlich? In gleicher Situation immer wieder auf die gleiche Weise reagieren.

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