DER JAGDPROFI
Jagdschule

Saline7 18334 Bad Sülze 038229 80997
                                                                                           oder 017670075546

Örtliche Beschränkungen der Jagdausübung     

Auf Grundflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören, und in befriedeten Bezirken ruht die Jagd. Eine beschränkte Ausübung der Jagd kann gestattet werden. Tiergärten fallen nicht unter die Vorschriften dieses Gesetzes.

Die Jagdbehörde kann auf Antrag des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten oder von Amts wegen ganz oder teilweise zu befriedeten Bezirken erklären:

Wildfolge in befriedeten Bezirken

Der Jagdausübungsberechtigte und der von diesem beauftragte Inhaber einer Jagderlaubnis haben das Recht, befriedete Bezirke innerhalb des Jagdbezirkes, auf den sich die Berechtigung erstreckt, zur Tötung schwerkranken Wildes und zur Aneignung von verendetem Wild zu betreten. Die Wildfolge durch anerkannte Schweißhundeführer ist zu dulden. Der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte ist unverzüglich zu benachrichtigen.

Aneignungsrecht in befriedeten Bezirken

Der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte und die von ihm Beauftragten dürfen in befriedeten Bezirken Füchse, Steinmarder, Iltisse und Wildkaninchen innerhalb der Jagdzeit tierschutzgerecht fangen, töten und sich aneignen. Eines Jagdscheines bedarf es nicht. Anderes Wild ist, wenn es lebensfähig in den Besitz des Grundeigentümers oder Nutzungsberechtigten kommt, im Jagdbezirk in Freiheit zu setzen. Verendetes oder nicht lebensfähiges Wild darf sich der Jagdausübungsberechtigte des Jagdbezirkes aneignen. Die untere Jagdbehörde kann auf Antrag Ausnahmen zulassen.

Örtliches Jagdverbot

An Orten, an denen die Jagd nach den Umständen des einzelnen Falles die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören oder das Leben von Menschen gefährden würde, darf nicht gejagt werden.

Die Jagd in Naturschutzgebieten und in Nationalparken soll dem jeweiligen Schutzzweck dienen.

Wildfolge     

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Pächter verpflichtet schriftliche Vereinbarungen über die Wildfolge zu treffen (innerhalb 3 Monaten bei Wechsel der Pächter). Das Fehlen einer solchen Vereinbarung ist eine Ordnungswidrigkeit. Das Gesetz sieht folgende Mindestregelung vor die auch bei Fehlen einer Vereinbarung gelten:

Krankgeschossenes oder schwerkrankes Schalenwild wechselt in den Nachbarbezirk und gerät dort außer Sichtweite: Der Schütze hat folgendes zu beachten:

Krankgeschossenes Schalenwild ist im Nachbarbezirk noch sichtbar und in schußgerechter Entfernung: Der Schützes kann

Nichtschalenwild wechselt krank geschossen in einen benachbarten Jagdbezirk und verendet dort in Sichtweite. Der Jäger darf

Nichtschalenwild wechselt krank geschossen in den Nachbarbezirk und gerät dort außer Sichtweite: Der Schütze hat folgendes zu beachten

Schußwaffen dürfen in den benachbarten Jagdbezirk nur ungeladen und in einem Überzug oder mit verbundenem Schloss mitgenommen werden.

Trophäe und Wildbret von übergewechseltem Schalenwild gehören dem am Fundort Jagdausübungsberechtigten und sind auf dessen Abschußplan anzurechnen.

Weitergehende Vereinbarungen sind zulässig und zum Wohle des Wildes erwünscht!

z.B. Trophäe  an Jagdausübungsberechtigten des Bezirks, in dem das Wild beschossen wurde und Anrechnung auf dessen Abschußplan, Wildbret an den Jagdausübungsberechtigten, indem das Wild zur Strecke kam).

Ausnahme der Wildfolge bei anerkannten Schweißhundeführern

Jagdausübungsberechtigte sind verpflichtet zu dulden, dass ein durch die Jagdbehörde anerkannter Schweißhundeführer ihren Jagdbezirk unter Mitführung einer Schusswaffe zur Nachsuche betritt und das kranke oder verletzte Schalenwild erlegt. Jagdausübungsberechtigte, durch deren Jagdbezirk die Nachsuche geführt hat, sind unverzüglich zu unterrichten.

Wegerecht (Jägernotweg)    

Kann ein Jagdausübungsberechtigter seinen Jagdbezirk nur auf einem nicht zumutbaren Umweg erreichen, so dürfen er und seine Jagdgäste einen fremden Jagdbezirk in Jagdausrüstung auf einem nicht zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Weg (Jägernotweg) betreten, der mit dem Grundstückseigentümer schriftlich zu vereinbaren ist. Kommt eine Einigung nicht zustande, legt die Jagdbehörde den Jägernotweg fest. Der Eigentümer des Grundstücks, über das der Notweg führt, unterrichtet den auf seinem Grundstück Jagdausübungsberechtigten. Er kann eine angemessene Entschädigung verlangen. Die Höhe der Entschädigung setzt die Jagdbehörde auf Antrag fest
(2) Bei Benutzung des Notweges dürfen Schusswaffen nur ungeladen und in einem Überzug oder mit verbundenem Schloss und Hunde nur an der Leine mitgeführt werden.

Jagdliche Einrichtungen

Pirschweg - Kirrungen - Fütterungen (Salzlecken etc.) - Wildäcker - Hochsitze - Leitern - Ansitzschirme - Fallen
Jagdliche Einrichtungen müssen aus Naturmaterial bestehen und sich auf das jagdlich angemessene Maß beschränken. Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Landschaftsbildes sind zu berücksichtigen.

Die Einwilligung des Grundeigentümers ist erforderlich, sofern das Grundstück land- oder forstwirtschaftlich genutzt wird. Auf Brach- bzw. Ödland dürfen jagdliche Einrichtungen auch ohne Einwilligung des Grundstückseigentümers errichtet werden. Ein Entschädigungsanspruch ist dann schon durch den Jagdpachtzins abgegolten.

Der Eigentümer ist zur Einwilligung verpflichtet, wenn ihm die Duldung der Anlage zugemutet werden kann. In Streitfällen entscheidet die Jagdbehörde darüber, ob die Duldung zumutbar ist. Sie setzt auf Antrag auch die Höhe einer Entschädigung fest.

Jagdliche Einrichtungen stehen im Eigentum des Jagdausübungsberechtigten, da sie wegen des nur vorübergehenden Zweckes kein Bestandteil des Grundstückes werden § 95 BGB.

Bei Beendigung des Pachtvertrages ist der Jagdpächter binnen 6 Monaten nach Pachtende zur Wegnahme der von ihm errichteten Anlagen berechtigt und auf Verlangen des Verpächters auch verpflichtet.

Jagdausübungsberechtigter kann gegen unbefugte Benutzung vorgehen.

Unfallverhütungsvorschriften der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft sind unbedingt zu beachten. Baufällige jagdliche Einrichtungen und solche die das Landschaftsbild beeinträchtigen sind rückzubauen. Kommt ein Jagdausübungsberechtigter trotz Aufforderung durch die untere Jagdbehörde dieser Pflicht nicht nach so kann diese den Rückbau auf seine Kosten vornehmen.

 

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