DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Das Fernglas      

Ein Fernglas ist für jeden Jäger ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand zum Ansprechen und Beobachten des Wildes. Rein äußerlich fällt die unterschiedliche Form bei Ferngläsern auf. Die ist primär durch die unterschiedliche Anordnung der Prismen bedingt. Man unterscheidet zwischen Ferngläsern mit                           
Porro-Prismen                          und              Dachkant-Prismen

In einem optischen System müssen die Lichtstrahlen vorausbestimmte Wege einhalten. Die Feldlinse vergrößert das Sehfeld, die Augenlinse wirkt als Lupe und vergrößert das Bild.

Das Auge übernimmt das vom Fernglas erzeugte vergrößerte Bild, das Gehirn verarbeitet das Bild in räumliche Seheindrücke. Das vom Objektiv entworfene Bild ist seitenverkehrt und steht auf dem Kopf. Aufgabe der Prismen ist das Richtigstellen und Umkehren des Bildes. Brillenträger benötigen Ferngläser mit spezieller Ausstattung, sog. B-Ferngläser. Diese Gläser sind mit Spezialokularen und mit zusätzlichen Augenmuscheln ausgerüstet, meist aus Weichgummi (umstülpbar).

Fernglas-Bildschärfeneinstellung

Ferngläser (Feldstecher) müssen vor ihrem Einsatz richtig eingestellt werden. Dies erfolgt je nach Konstruktion unterschiedlich. Wir unterscheiden zwischen Ferngläsern mit

Okular-Einzeleinstellung: Bei diesen Gläsern lassen sich beide Okulare auf das Auge einstellen.

1. Beide Okulare einzeln herausdrehen.
2. Einen Gegenstand (kontrastreich) fixieren. Rechtes Auge schließen.
3. Linkes Okular solange verstellen, bis das Bild scharf erscheint.
4. Linkes Auge schließen. Den gleichen Gegenstand fixieren.
5. Rechtes Okular solange verstellen, bis das Bild scharf erscheint.
6. Okularabstand an Augenabstand anpassen.

Ferngläser mit Okular-Einzeleinstellung sind im Gebrauch komplizierter. Bei starker Änderung der Entfernung muss die Einstellung immer wieder neu erfolgen, und zwar für beide Augen. Technisch haben Ferngläser mit Okular-Einzeleinstellung aber Vorteile in Bezug auf Robustheit. Deshalb haben z.B. Militär- und Marinegläser meist Okular-Einzeleinstellung.

Mitteltrieb

Bei diesen Gläsern lässt sich nur das rechte Okular auf das Auge einstellen.
1. Beide Okulare über Mitteltrieb herausdrehen.
2. Einen Gegenstand (kontrastreich) fixieren. Rechtes Auge schließen.
3. Mitteltrieb solange verstellen, bis das Bild scharf erscheint.
4. Linkes Auge schließen. Den gleichen Gegenstand fixieren.
Rechtes Okular solange verstellen, bis das Bild scharf erscheint.
5. Okularabstand an Augenabstand anpassen.

Ferngläser mit Mitteltrieb sind im Gebrauch einfacher. Die individuelle Einstellung des rechten Okulars ist nur notwendig, wenn der Beobachter ungleiche Augen hat und dann nur einmal.
Jede weitere Einstellung erfolgt danach ausschließlich über den Mitteltrieb.
Die Qualität ist speziell für die Jagdoptik ein wichtiger Begriff. Das Jagdgeschehen ist eine über Leben und Tod bestimmende, verantwortungsvolle Tätigkeit. Mindere Jagdoptik führt zu Fehleinschätzungen, daraus resultierend zu Fehlschlüssen und Fehlschüssen. Die Wahl des Fernglases (Feldstecher) richtet sich nach dem voraussichtlichen jagdlichen Gebrauch und den damit verbundenen voraussichtlichen Anforderungen an das Glas.

Fernrohre (Spektive)

Wegen ihrer besonders starken Vergrößerung verwendet man sie hauptsächlich zum Ansprechen von Wild und im Gebirge (weite Entfernungen). Fernrohre (Spektive) gibt es mit fixer und variabler Vergrößerung, aber auch mit auswechselbaren Okularen.
Variable Fernrohre besitzen zusätzlich eine stufenlose Einstellung der Vergrößerung. Die meisten Fernrohre (Spektive) lassen sich zusammenschieben (Transport).

Vor dem Gebrauch müssen sie ausgezogen werden. Man spricht deshalb auch von Ausziehfernrohren. Eine feste Baulänge haben die sog. Spiegelfernrohre (Spiegelteleskope).
Durch die starke Vergrößerung haben Fernrohre (Spektive) nur ein sehr kleines Sehfeld und das Bild kann leicht wackeln. Deshalb bei längerem Gebrauch Fernrohr auflegen oder Stativ verwenden

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