DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Schrotpatronen  Schrotpatrone

Die Namen der Schrotpatronen sind meist durch den Hersteller frei erfunden. Zusätzliche Aufschriften verweisen oft auf den speziellen Verwendungszweck. Aufbau einer Schrotpatrone

• Patronenhülse aus Pappe oder Plastik.
• Verschluss: Bördelverschluss oder Sternverschluss.
• Zwischenmittel aus Filz oder Plastik.
• Schrote aus Hartblei (Blei) oder Weicheisen.
• Als Treibladungspulver dient rauchloses offensives Pulver.

Den Abschluss der Schrotpatrone bildet die Stahlbodenkappe (vermessingt) mit Bodenpfropfen und Zündhütchen. Die gebräuchlichen Schrotpatronen haben heute immer Zentralfeuerzündung. Das Zwischenmittel trennt Pulver und Schrote. Es hat auch Einfluss auf die Gestaltung der Schrotgarbe.

Kaliberbezeichnungen und Hülsenlänge

Schrotpatronen sind gekennzeichnet durch:
• Kaliberbezeichnung, eingeprägt in der Stahlbodenkappe,
• Hülsenlänge steht auf der Hülse,
• Schrotgröße, steht auf Hülse oder Bördelverschluss.

Die Art der Kaliberbezeichnung bei Schrotpatronen stammt aus dem Englischen und ist international. Bei Flintenläufen ist die Kaliberbezeichnung mit dem Laufdurchmesser nicht identisch.

      

Maßstab ist 1 englisches Pfund, das entspricht 453,6 g . Teilt man 453,6 g Blei in jeweils im Durchmesser gleich große Kugeln dann gilt:

12 Kugeln = Kaliber 12, Laufdurchmesser ~ 18,2 mm,
16 Kugeln = Kaliber 16, Laufdurchmesser ~ 16,8 mm,
20 Kugeln = Kaliber 20, Laufdurchmesser ~ 15,7 mm.

Je größer die Kaliberbezeichnung (z.B. 20), desto kleiner der Laufdurchmesser (z.B. 15,7 mm). Die Längenangabe auf der Patrone bezieht sich auf die Länge der abgeschossenen Hülse. Nicht abgeschossene Patronen sind kürzer, mit Bördelverschluss ca. 6 mm, mit Sternverschluss ca. 11 mm.

Schrotpatronen werden in folgenden Längen gefertigt:
65 - 67,5 - 70 - 76 - 89 mm
Patronen mit einer Hülsenlänge von                       können verschossen werden aus Patronenlager
• 65 mm                                                                           65-89 mm
• 67,5 mm                                                                        65-89 mm
• 70 mm                                                                           70-89 mm
• 76 mm                                                                           76-89 mm
                                                                                           

Das Zwischenmittel

Das Filz-Zwischenmittel wird vom Gasdruck komprimiert und dadurch an die Laufwand gedrückt, deshalb kein Gasschlupf, Senkung des Gasdruckes, Schonung der Schrote.
Das Plastik-Zwischenmittel mit Schrotbecher hat keine deformierte Randschrote, dadurch bessere Deckung sowie kein Gasschlupf, keine Laufverbleiung (Abrieb).

Die Schrotladung

Unter Schrot versteht man Bleikugeln verschiedener Durchmesser, man spricht von der Korngröße oder Schrotstärke. Eine bestimmte Zahl Schrote mit meist gleichem Durchmesser sind in einer Patrone zur sog. Schrotladung vereinigt.

Schrotkorn-in mm                   2,5      2,75     3,0     3,25     3,5     3,75     4,0
Korngrößenbez.                       7         6           5          4         3         2         1
Körnerzahl: Kaliber   12/70   390     225     142       95

Geeignet zur Jagd auf :

Rebhuhn Schnepfen KaninchenTauben   Nr.7 

Fasan Enten Waldhasen   Nr.5

Hase   Fuchs   W.-Fuchs    Nr.3

Dachs  Wildgänse               Nr. 1

Entwicklung und Wirkung des Schrotschusses

Die durchschnittliche Schussgrenze für den Schrotschuss liegt bei ca. 35-40 m (wirksamer Streubereich). Die Entwicklung der Schrotgarbe zum Streuschuss beginnt bereits im Lauf. Eine merkliche Auslösung tritt ca. 2-3 m nach der Laufmündung ein. Im weiteren Flug gleicht die Schrotgarbe einem ellipsenförmig gestreckten Körper. Schrotgarbenlänge nach 35 m ca. 3,5 m = ca. 1/10 Flugstrecke.

Geschwindigkeit und Durchschlagskraft der Schrote

Die Durchschlagskraft der Schrote hängt von der Schrotgröße und Geschwindigkeit ab. Mit zunehmender Entfernung kommt es zur rapiden Abnahme von Geschwindigkeit und Auftreffenergie (Zielenergie).

Spezielle Schrotpatronen

Bei Magnumpatronen handelt es sich um Patronen mit stärkerer Laborierung. Infolge des erhöhten Gasdruckes dürfen sie nur aus dafür beschossenen Läufen abgefeuert werden.Streupatronen haben gegenüber normalen Patronen eine größere Streuung. Dies wird durch Verwendung eines sog. Streukreuzes erreicht.

Trap- und Skeetpatronen sind sog. Wurftaubenpatronen mit 28 g bzw. 24 g Schrotgewicht.
Das sind Hochleistungspatronen, entwickelt für Wettkämpfe. Besonderer Wert wird auf die Verteilung und Deckung der Schrotgarbe gelegt.


Postenpatronen sind Schrotkugeln mit einem Durchmesser von größer als 4 mm, auch als Roller bezeichnet.
Der Einsatz auf Schalenwild ist in Deutschland verboten.


 

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Flintenlaufgeschoss-Patronen      

Aus Schrotläufen können auch Einzelgeschosse abgefeuert werden, sog. Flintenlaufgeschosse. Das bekannteste Flintenlaufgeschoss ist das Original Brenneke-Flintenlaufgeschoss. Flintenlaufgeschoss-Patronen besitzen anstelle der Schrote ein zylindrisches Bleigeschoss mit Rippen und Filzpfropfen oder Kunststoffheckteil. Die Rippen sind der Anstauchbereich im Choke. Das leichtere Heckteil hat die Aufgabe, das Geschoss im Flug zu stabilisieren, den Gasdruck zu dämpfen und abzudichten.    

Jagdlich werden Flintenlaufgeschosse bei Treib- und Drückjagden bis zu einer Entfernung von 50 m (je nach Streuung) eingesetzt. Voraussetzung ist eine genaue Kenntnis der Treffpunktlage. Durch den geringeren Gefährdungsbereich und ihre große Stoppwirkung haben Flintenlaufgeschosse gegenüber Büchsengeschossen sogar Vorteile.

Flintenlaufgeschoss-Patronen gibt es in den Kalibern 12, 16, 20, .410 (= 36) und den Hülsenlängen 67,5, 70, 76.

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Patronen für Kurzwaffen

Kurzwaffenpatronen sind ballistisch für einen Schuss auf kurze Entfernungen angelegt. Ihr Aufbau ähnelt dem der Büchsenpatronen.
Die Kaliberbezeichnung erfolgt bei Pistolenpatronen in mm und 1/100 oder 1/1000 Zoll, jedoch oft ohne Angabe der Hülsenlänge. Die meisten Pistolenpatronen haben eine zylindrische Hülse ohne Rand. Revolverpatronen fast immer in 1/100 oder 1/1000 Zoll, z.B. .38 Spez. Revolverpatronen haben meist zylindrische Hülsen mit Rand.

1=.38 WC;
2=.38spezial;
3= .357Mag
4=.32;
5=.45ACP,

 

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Fangschusspatronen

Der Fangschuss mit der Faustfeuerwaffe hat sich für bestimmte Situationen, z.B. für angefahrenes Wild, als sinnvoll erwiesen. Wichtig für den Fangschuss ist eine möglichst hohe Eindringtiefe, gekoppelt mit hoher Energieabgabe.

Hierdurch kommt es beim Eindringen in den Wildkörper zu einer starken Geschossdeformation. Dabei werden im Wildkörper Organe zerstört und viel Energie abgegeben - beste Voraussetzungen für ein schnelles Verenden des Wildes.

Sondermunition

(nicht für den jagdlichen Gebrauch, ausgenommen Übungszwecke). Für Pistolen und Revolver gibt es „Sondermunition“. Hierunter versteht man Übungsmunition, sog. PT-Patronen = Plastik-Trainings-Patronen. Hierbei wird ein leichtes Plastikgeschoss verschossen. Patronen für Kurzwaffen gibt es mit Zentral- und / oder Randfeuerzündung.

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