DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Verschlüsse

für Waffen mit abkippbaren Läufen

Bei diesen Verschlüssen wird das Patronenlager durch Abkippen der Läufe freigelegt. Der Lauf oder das Laufbündel ist über einen Scharnierbolzen mit dem Verschlusskasten ( Basküle ) beweglich verbunden. Zum „Verriegeln“ des Verschlusses gibt es verschiedene Mechanismen. Eingeleitet bzw. aufgehoben wird die Verriegelung meist über einen Oberhebel oder Verschlusshebel.

Laufhaken- oder Keilverschluss

Einer der ältesten Kipplaufverschlüsse ist der Lefaucheux - Verschluss. Er besitzt die typischen Laufhaken, deshalb auch Laufhakenverschluss. Wir unterscheiden zwischen einfachem Laufhakenverschluss mit 1 Haken und doppeltem Laufhakenverschluss mit 2 Haken, auch als Doppelriegel-Verschluss bezeichnet.

Einfache Laufhakenverschlüsse findet man bei einläufigen Flinten und Schonzeitbockbüchsflinten. Doppelte Laufhakenverschlüsse bzw. Doppelriegelverschlüsse findet man z.B. bei Doppelflinten, Bockflinten, Büchsflinten, Doppelbüchsen, Bockbüchsen, Bockbüchsflinten, Drillingen.

Greenerverschluss

 

 

 

 

Der Greenerverschluss besitzt neben den beiden Laufhaken eine Verlängerung der Laufschiene, die beim Schließen in eine Aussparung im Stoßboden der Basküle eintritt und dort durch einen Querstift (Greenerriegel) zusätzlich verriegelt wird. Hierbei handelt es sich um eine Verlängerung der Laufschiene mit Bohrung und Bolzen. Der Greenerverschluss ist eine der häufigsten Verschlussarten und wird hauptsächlich bei Querflinten und Drillingen verwendet.

Doppelgreener-Verschluss

Ist die Greener-Verriegelung doppelt angelegt, spricht man vom Doppelgreener-Verschluss oder nach seinem Erfinder vom Kersten- Verschluss; nach dem Ort der Erfindung auch als Straßburger-Verschluss bekannt. Der Verschluss gilt als sehr stabil und in Verbindung mit der doppelten Laufhakenverriegelung als extrem belastbar. Verwendung findet er hauptsächlich bei Bockbüchsflinten, Bockflinten und Bockbüchsen.

Purdey-Verschluss

Im Unterschied zum Greener-Verschluss besitzt der Purdey-Verschluss nur eine kurze Verschlussnase. Diese Laufschienenverlängerung nennt man Purdey-Nase. Die Verriegelung der Purdey-Nase erfolgt durch einen im Stoßboden sitzenden übergreifenden Riegel. Die nach oben offene Nut im Stoßboden entfällt. Besitzt der Verschluss zwei Purdey-Nasen und sitzen diese beiderseits des Patronenlagers, spricht man vom Doppelpurdey-Verschluss. Der einfache Purdey-Verschluss findet hauptsächlich bei Doppelflinten Anwendung, der Doppelpurdey-Verschluss überwiegend bei Bockgewehren.

Flankenverschluss

Flankenverschlüsse besitzen in der Regel keine Laufhaken. Die Verriegelung erfolgt durch zwei seitliche Stifte (Keile) und seitlich hochgezogene Flanken des Verschlussgehäuses, daher die Bezeichnung Flankenverschluss. Der bei Kipplaufverschlüssen übliche Scharnierbolzen wird durch seitliche Drehlager ersetzt. Diese Maßnahmen ermöglichen eine relativ niedrige (flache Bauart). Die Verwendung ist hauptsächlich bei Bockflinten und Bockbüchsflinten.

Kippblockverschluss - System Blaser

Wie bei allen Kipplaufwaffen lässt sich
auch beim Kippblockverschluss der Laufteil
 aus- und einhängen. Diese Verschlusskonstruktion wird hauptsächlich
bei einläufigen Büchsen und Bockbüchsen
verwendet.

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Verschlüsse für Waffen mit starren Läufen

Bei diesen Verschlüssen wird das Patronenlager durch eine Bewegung des Verschlussstückes geöffnet. Die Bewegung des Verschlussstückes erfolgt entweder Horizontal, z.B. bei Zylinderverschlüssen und Selbstladeverschlüssen, oder vertikal, z.B. bei Blockverschlüssen. Bei Verschlüssen für Waffen mit starren Läufen bilden Schlosssystem und Verschluss eine Einheit.

Drehkammerverschluss (nach Art Mauser)

Der Zylinder- oder Kammerverschluss ist eine der ältesten und bis heute am meisten gebauten Verschlussarten. Die Schlossteile sind in einer zylindrischen Kammer untergebracht. Diese bewegt sich geradlinig (horizontal) in einer Kammerhülse. Geöffnet, gespannt und verriegelt wird durch Drehen (Drehkammer).

Das Ent- und Verriegeln einer Waffe mit Kammerverschluss bezeichnet man als repetieren, daher auch die Bezeichnung Repetierer. Erster Hinterladerrepetierer war das Modell 1866. Heutige Repetierer wurden aus dem Militärgewehr Mauser 98 entwickelt. Heute gibt es verschiedene Konstruktionen, z.B. Mauser, Sauer, Steyr-Mannlicher. Merkmal neuester Konstruktionen ist eine verkürzte Bauart.

Die wichtigsten Verschlussteile:
Hülsenkopf und Hülsenbrücke bilden zusammen die Kammerhülse. An der horizontal (längs-) beweglichen Kammer mit den Verriegelungswarzen befinden sich Kammergriff (Kammerstengel), Schlösschen, Sicherung (Sicherungsflügel) Schlagbolzenmutter.

Blockverschlüsse

Der Blockverschluss ist so alt wie der Hinterlader und zählt zu den stabilsten Verschlussarten. Blockverschlüsse gewährleisten guten Laufabschluss, sichere Verriegelung, extreme Belastbarkeit, geringe Baulängen. Verschluss und Schloss bilden eine Einheit. Beim Öffnen und Schließen einer Waffe mit Blockverschluss bewegt sich im Verschlussgehäuse ein massiver Verschlussblock.

Fallblockverschluss

Hierbei wird das Patronenlager durch Abkippen des Blockes freigegeben.

Drehblockverschluss

Er basiert auf dem gleichen Konstruktionsprinzip. Unterschied: andere Lage des Drehpunktes.

Vertikalblockverschluss

Hierbei wird das Patronenlager durch Herunterziehen des Blockes freigegeben.

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