DER JAGDPROFI
Jagdschule

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 Zielfernrohr Zielfernrohr

 Zielfernrohre sind optische Visierhilfen. Sie vereinfachen das Zielen. Entscheidende Kriterien bei der Wahl des Zielfernrohres sind Vergrößerung und Objektivdurchmesser.
Auch bei Zielfernrohren sind beide Angaben am Gehäuse eingraviert. Die Wahl der Vergrößerung wird primär beeinflusst durch die Fragen:

• auf was man - Raubwild / Rehwild
• wo man - Gebirge / Flachland
• und wann man - am Tage / Dämmerung überwiegend jagen will.

Für die Wahl des Objektivdurchmessers gilt: je größer - desto  mehr Licht. Mehr Licht ergibt ein helleres Bild.
Es gibt Zielfernrohre mit variabler Vergrößerung z.B. 2½ - 10 x 48, 1½ - 6 x 42.
Eine niedrige Vergrößerung ergibt ein großes Sehfeld. Eine solche Einstellung eignet sich auch zum Absuchen des Geländes. Hohe Vergrößerung gibt ein kleines Sehfeld, aber ein größeres Bild des Wildes. Eine solche Einstellung eignet sich auch zum Ansprechen des Wildes. Bei variablen Zielfernrohren sollte das Scharfstellen bei stärkster Vergrößerung erfolgen. Nur dann ist auch bei anderen Vergrößerungen ein Nachstellen nicht mehr nötig.

Das Absehen

Als „Absehen“ bezeichnet man die Zielmarke in einem Zielfernrohr. Es gibt verschiedene Absehen. Am häufigsten werden bei uns Absehen 1 (Normal-Absehen) und Absehen 4verwendet.
Für die Wahl des Absehens gilt als Faustregel: Starke Balken eigenen sich für die Dämmerung. Dünne Fäden eigenen sich für ruhig gezielte Schüsse, Voraussetzung: gutes Licht.
                 
    Abs.1                  Abs. 3             Abs. 4               Abs. 8             Abs. Z-Plex        Abs. Diavary
 

Die sog. A-Absehen unterscheiden sich von den anderen Absehen durch einen größeren Abstand der Horizontalbalken. Dies hat Auswirkungen beim Entfernungsschätzen.
Absehen können in der Objektivbildebene oder in der Okularbildebene liegen. Diese unterschiedliche Anordnung hat Auswirkungen bei Zielfernrohren mit variabler Vergrößerung.

Absehen - Veränderung bei
variablen Zielfernrohren

                                                                                                                                  Objektivbildebene

Bei Zielfernrohren kann das Absehen in der Objektivbildebene liegen. Hierbei gilt:
Bei Veränderung der Vergrößerung verändert sich auch die Größe des Absehens, aber immer im gleichen Verhältnis zum Ziel.

 Okularbildebene

Hierbei gilt: Bei Veränderung der Vergrößerung verändert sich die Größe des Absehens nicht, sondern nur das Ziel.

Entfernungsschätzen mit Hilfe des Absehens

Liegt bei variablen Zielfernrohren das Absehen in der „Objektivbildebene“, dann lässt sich bei jeder Vergrößerung die Entfernung zum Wild ziemlich genau mit Hilfe des Abstandes zwischen den Horizontalbalken abschätzen.Bei Absehen 1 und 4 entspricht der Abstand der Horizontalbalken auf 100 m Entfernung 70 cm und damit in etwa der Länge eines Rehes.
Bei A-Absehen (z.B. Absehen A4) entspricht der Abstand der Horizontalbalken 140 cm und damit in etwa der doppelten Länge eines Rehes.

Korrektur der Treffpunktlage

Nach Montage eines Zielfernrohres muss die Waffe eingeschossen werden. Das ist Arbeit für einen Büchsenmacher. Aber jeder Jäger muss von Fall zu Fall die Treffpunktlage seines Gewehres durch Kontrollschüsse überprüfen.
Zeigt sich hierbei, dass die Treffpunktlage vom Haltepunkt abweicht, muss am Zielfernrohr das Absehen verstellt werden. Hierfür haben moderne Zielfernrohre eine doppelte Absehenverstellung. Man unterscheidet zwischen der Höhenverstellung zur Korrektur von Hoch- oder Tiefschuss und der Seitenverstellung zur Korrektur von Rechts- oder Linksschuss. Die Zielmarke wird immer in Richtung der Treffpunktabweichung verstellt.
Beispiele: Abweichung:
 man stellt bei Tiefschuss tiefer; Hochschuss höher; Rechtsschuss nach rechts; Linksschuss nach links.

Die Absehverstellung erfolgt meist mit Hilfe einer sog. Klick-Rastung. Ein „Klick“ bedeutet eine Veränderung der Treffpunktlage um 1 cm auf 100 m. Diese Aussage stimmt nicht generell, deshalb die Angaben der Hersteller beachten.

Zentriertes Absehen                                                                          zurück zu den Stichpunkten

Die meisten modernen Zielfernrohre haben ein sog. zentriertes Absehen, d.h. obwohl die Zielmarke horizontal oder vertikal verstellt wurde, bleibt das Absehen optisch im Zentrum.
Die tatsächliche „Stellung“ des Absehens ist nur an der Stellung der Skala (Klick-Rastung) erkennbar. Ist das Absehen nicht zentriert, dann „wandert“ es beim Verstellen aus dem Zentrum.

Austrittspupille und Augenlage

Zielfernrohr und Auge liegen dann richtig zueinander, wenn die Austrittspupille des Zielfernrohres genau auf die Augenpupille fällt. Bei Zielfernrohren liegt die Austrittspupille ca. 8 cm hinter dem Okular. Hierdurch kann es beim Schuss durch Rückstoss zu keiner Verletzung kommen. Liegt das Auge zu nah oder zu weit hinten, dann ist der Seheindruck nicht mehr optimal, das volle Sehfeld kann nicht mehr überschaut werden. Im Okular erscheinen unscharfe Ränder.
Da der Schütze die „Augenlage“ zum Zielfernrohr verändern kann, d.h. immer selber bestimmt, sei darauf hingewiesen, dass nur bei richtiger Augenlage ein optimaler Seheindruck entsteht.

Dichtigkeit

Die Qualität eines Zielfernrohres ist von vielen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Faktor ist die Dichtigkeit. Weder Staub noch Wasser dürfen in das Innere eines Zielfernrohres gelangen. Undichte Zielfernrohre würden beschlagen. Moderne Zielfernrohre sind absolut dicht und mit einem Spezialgas gefüllt.

Parallaxe und Zielfehler

Als „Parallaxe“ bezeichnet man die scheinbare Verschiebung des Absehens auf der Bildebene. Diese Verschiebung entsteht durch horizontale oder vertikale Abweichung des Auges von der Fernrohrachse. Bei einem Zielfernrohr liegt das Bild des Wildes (Zieles) in der Absehenebene, wenn das Zielfernrohr auf eine bestimmte Zielentfernung abgestimmt ist. Das sind in der Regel 100 m.
Auch bei schiefem Einblick wird hierbei kein Parallaxefehler wirksam. Ändert sich jedoch die Zielentfernung wesentlich, dann kann geringfügige Parallaxe auftreten.

Fehlschüsse durch Parallaxe sind geringfügig, solange die Austrittspupille des Zielfernrohres noch mit der Augenpupille übereinstimmt. Bei einem auf 100 m parallaxfrei angestimmten Zielfernrohr beträgt bei einer Zielentfernung von 50 oder 150 m die Zielpunktabweichung je nach Objektivdurchmesser nur ca. 1 cm, d.h. weniger als die Streuung eines sehr guten Büchsenlaufes. Grössere Zielfehler können auftreten, wenn das Auge zu nah oder zu weit hinter dem Fernrohr liegt und schräg hineinblickt. Ein Parallaxenfehler tritt nie ein, wenn man genau zentrisch durch das Zielfernrohr schaut.

Zielfernrohre mit Parallaxen-Ausgleich

Weiß man, dass die Zielentfernungen extrem schwanken, z.B. im Gebirge, und will man Parallaxenfehler sicher ausschließen, dann sollte man ein Zielfernrohr mit Verstellmöglichkeit zum Parallaxen-Ausgleich wählen. Bei diesem Zielfernrohr wird die Schussentfernung am Objektiv eingestellt.

Die Zielfernrohrmontage     

Schwenkmontagen              Blaser-Sattelmontage         Einhakmontage

Voraussetzung für eine gute Schussleistung ist u. a. eine fachmännisch richtige Zielfernrohrmontage. Es gibt unterschiedliche Montagen. Erstmontage des Zielfernrohres und Einschießen ist Arbeit für den Büchsenmacher (Hersteller). Die heutigen Zielfernrohrmontagen ermöglichen ein schnelles Abnehmen und Aufsetzen ohne Veränderung der Treffpunktlage. 

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