DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Ordnung Wat- und Möwenvögel 

Sehr viele Familien, verkümmerte Hinterzehe.

Familie Schnepfenvögel

Sehr artenreiche Familie. Waldschnepfe einzige innerhalb der Familie die dem Jagdrecht unterliegt. Meist Feuchtgebietsbewohner. Lange Schnäbel. Geschlechter äußerlich nicht zu unterscheiden. Meist Jahresehe. Bodenbrüter. 4 Eier. Nestflüchter. Zug- oder zumindest Strichvögel. Bei vielen Arten Bestandsrückgang durch Meliorationsmaßnahmen und damit einhergehendem Lebensraumverlust.

Waldschnepfe       

Beschreibung

Etwa Rebhuhngroß. Gedrungener Körper. Dicker Kopf mit langem, geraden Schnabel (Stecher oder Wurmzieher mit "Tastorgan"). Augen seitlich am Kopf im oberen Drittel sitzend (gute Rundumsicht). Bräunlich/erdfarbenes Tarngefieder. Kopfplatte quer gestreift. Stoßfedern dunkel mit weißer Spitze. Geschlechter äußerlich nicht zu unterscheiden. Ca. 300 gr.
Geläuf

Kurze Tritte in gerader Linie. Lange stark gespreizte Zehen. Rückzehe kaum abgedrückt. Stecherstellen.

Gekälk

Ca. 2 cm große, kalkweiße Fladen

Biotop

Laubwälder mit Unterstand, Blößen und feuchten Partien, feuchte Bruchwälder

Nahrung

Wurmen oder Stechen im feuchten Boden. Würmer, Schnecken, Insekten, Larven, Beeren, frische Keime und frisches Grün.

Lebensweise

Zugvogel bis Nordafrika. Zieht nachts. Bleibt in milden Wintern auch bei uns (Lagerschnepfen). Meist unauffällig am Waldboden. Streicht nur bei Gefahr mit klatschendem Geräusch im Zick-Zack-Flug ab. Baumt nie auf. Überwiegend dämmerungsaktiv. Herbstzug (Oktober/November).

Fortpflanzung

Polygam. Balzzeit beginnt mit Frühjahrszug (März/April) bis in Juli (1 – 2 Bruten). Abendlicher und morgendlicher Balzflug (Suchflug der Männchen) wenn "Schnepfenstern" (Venus) aufgeht. Männchen verjagt mit dumpfen Lauten seine Rivalen (Puitzen und Quorren). Schnepfenduell. Balzverhalten des Schnepfenhahnes: Aufgestellter Stoß. Hängende Schwingen. Kopfnicken ("murksen"). Meist 4 gelbliche braun gefleckte Eier. Brutdauer ca. 22 Tage. Nestflüchter. Nach ca. 10 Tagen flugfähig. Nach 5 – 6 Wochen selbstständig.

Trophäen

Ganzkörperpräparat. Malerfeder (erste verkümmerte Feder der Handschwinge. Ca. 3 cm lang). Schnepfenbart (Federbund um die Bürzeldrüse). Schnepfendreck (gebratenes Gescheide).

Jagd

BJG: Einzige Schnepfenart, die dem Jagdrecht unterliegt. Jagdzeit. Jagd auf Frühjahrsstrich heute verboten. Treibjagd. Suche.


Besonderheiten

Bachstelze als Vorbote des Schnepfenstriches. Trägt Junge mit den Ständern fort. Kann den Oberschnabel etwas öffnen um mittels Tastorgan Nahrung im Boden zu orten. "Vogel mit dem langen Gesicht". Brütende Waldschnepfe in der "Brutstarre". Jagd bei Nacht. Stecher beim Wurmen bis zum Schnabelgrund im Boden.

 

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