DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Marderartige, echte Marder

Dachs

Zoologische Zuordnung: Ordnung : Raubwild
Unterordnung : Landraubtiere
Familie : Marderartige
Unterfamilie : Dachse
Allgem. Beschreibung:
Der Dachs ist „verkehrt gefärbt“. Die Oberseite ist silbrig-grau, die Unterseite dunkler bis schwarz. Besonders auffällig ist der fast weiße Kopf mit seinen dunklen Zügeln, die von der Nase über die Seher bis zu den kleinen, weiß umsäumten Gehören verlaufen. Die Körperlänge liegt zwischen 70 und 90 cm. Der Pürzel ist ca. 15 bis 20 cm lang. Das Gewicht schwankt je nach Jahreszeit und Fraß so dass sein Gewicht im Herbst bis zu 20 kg betragen kann.

Spur:
Die Brantenabdrücke der Vorder- und Hinterläufe unterscheiden sich in Form und Größe. Im Spurbild der Vorderbranten werden die dachstypischen Abdrücke der 5 Nägel deutlich sichtbar („Der Dachs nagelt“). Der Dachs ist ein Sohlengänger.

Losung:
Die Losung ist grob wurstförmig ohne auslaufende Spitzen. Zum Teil sind Nahrungsreste erkennbar. Die Losung wird in der Nähe des Baues in Dachstoiletten (Dachsaborten) abgesetzt. Dazu werden kleine Löcher in das Erdreich „gestochen“, die dann offen bleiben.

Biotop:
Der Dachs ist ein typischer Waldbewohner. Die Nähe zu landwirtschaftlich genutzten Flächen wird bevorzugt.

Fraß/Beute:
Dachse sind typische Allesfresser. Zur Nahrung (Fraß) gehören Beeren, Obst, Insekten in verschiedenen Entwicklungsstadien, Würmer, Schnecken, kleine Wirbeltiere, Jungwild, Eier.

Zahnformel:



Lebensweise:
Der Dachs bewohnt einen ausgedehnten, oftmals mehrstöckigen, Erdbau. Zur Anlage neuer Baue benötigt er einen trockenen grabfähigen Boden. Die Bauanlagen werden oft über viele Generationen hinweg genutzt. Der Kessel ist, anders als beim Fuchs, mit trockener Vegetation ausgepolstert. In getrennten Eingängen können in einem Dachsbau Fuchs, Kanin und Dachs zusammen leben („Burgfrieden“). Der Dachsbau ist durch seine unverwechselbare Einfahrt, dem Geschleif zu erkennen. Vor der Einfahrtsöffnung ist eine Erdrinne zu erkennen. Sie entsteht durch den Bodenaushub, der nach hinten weg gescharrt wird. Der Dachs lebt monogam. Geruchs- und Gehörsinn sind gut entwickelt, der Gesichtssinn ist nur mäßig ausgebildet. Die Dachse haben bei uns keine Feinde, daher bewegen sie sich auch recht laut im Gelände.

Ranz:
Die Ranz der Dachse findet im Juli/August statt. In dieser Zeit sind durch die ranzenden Dachse gellend laute Schreie (Ranzgeschrei) zu vernehmen.

Tragezeit/Nachwuchs:
Die Tragezeit beträgt 7 Monate. Im Februar/März kommen 2 bis 4 Welpen zur Welt. Die weiß behaarten, blinden Welpen werden 3 Monate lang gesäugt. Nach ca. 30 Tagen öffnen die Welpen die Seher. Ende Mai/Anfang Juni werden die ersten gemeinsamen Ausflüge unternommen. Es wird teilweise nur jedes zweite Jahr ein Wurf gemacht. Alte Fähen können auch im Februar/März ranzen.

Erkrankungen:
Haarwürmer, Trichinen, Bandwürmer, Tollwut.

Trophäen:
Dachsschwarte, Borsten (Rasierpinsel), Dachsfett.

Besonderheiten:
Der Schädel ist durch einen Knochenkamm auf der Schädeloberseite sehr gut zu erkennen. Der Unterkiefer ist fest im Oberkiefer gelagert. Bei der Baujagd kann es vorkommen, dass die Erdhunde verklüftet werden. Die Tollwut ist bei den Dachsen stark rückläufig.

 

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