DER JAGDPROFI
Jagdschule

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                                                                                           oder 017670075546

Fuchs

Zoologische Zuordnung: Ordnung : Raubwild
Unterordnung : Landraubtiere
Familie : Hundeartige
Unterfamilie : Echte Hunde

Allgem. Beschreibung:
Der Balg des Fuchs (Rotfuchs) ist rötlich-braun. Die Spitzen der Gehöre sind schwarz. Die Bauchseite, die Kehle und die Luntenspitze (Blume) sind weiß gezeichnet. Die Außenseite der Läufe ist dunkel, die Innenseite rötlich bis weiß. Die Lunte, auch Standarte genannt, ist besonders dicht behaart. Die Geschlechter sind äußerlich nicht zu unterscheiden, aber beim Nässen. Die Rüden sind etwas stärker. Es kommen verschiedene Farbvariationen vor: Birkfuchs – heller als üblich, die Blume ist sehr deutlich zu erkennen, Brand- oder Kohlfuchs – dunkler als gewöhnlich, die Blume ist nicht zu erkennen, Kreuzfuchs.
Gewicht: 5 bis 10 kg.

Spur:
Das Trittsiegel ist im Gegensatz zu einem vergleichbar großen Hund mehr oval im Umriss. Ballen und Krallen sind gut zu erkennen. Beim Schnüren sind die Trittsiegel wie auf einer Perlenkette gerade hinter einander angeordnet. Alle Hundeartigen sind Zehengänger.

Losung:
Die Losung ist wurstförmig , am Ende spitz auslaufend. Meist sind Nahrungsreste (Haare, Obststeine) erkennbar. Der Fuchs löst sich meist auf markanten Erhöhungen um sein Territorium zu markieren.

Biotop:
Als typischer Kulturfolger ist der Fuchs sehr anpassungsfähig und variabel in der Wahl seines Lebensraumes. Vorkommen in unmittelbarer Nähe des Menschen sind möglich (Stadtpark, Mülldeponie). Er besiedelt in ganz Europa das Flachland und das Bergland bis in eine Höhe von ca. 3000 m. Die natürliche Möglichkeit eine Erdhöhle (Bau) anzulegen oder aufzufinden muss gegeben sein. Grundwasserbeeinflusste Standorte werden zur Anlage von Bauten gemieden.

Fraß/Beute:
Als Allesfresser ernährt sich der Fuchs vorwiegend von tierischer Nahrung bis Rehkitzgröße. Zur Hauptnahrung zählen Mäuse, aber auch Vögel, deren Gelege, Larven, Insekten, Gescheide, Beeren und Obst werden verzehrt (Nahrungsgeneralist, Beuteopportunist). So macht er sich auch beim Beseitigen von Fallwild nützlich (Gesundheitspolizist).

Lebensweise:
Der Fuchs ist mit Ausnahme der Zeit der Ranz und der Jungenaufzucht ein Einzelgänger. Er jagt vornehmlich als Pirschjäger in der Abenddämmerung und in der Nacht. Nur gelegentlich hält er sich im Bau auf. Ständig belaufene Wege bezeichnen wir als Pass. Der Tag wird oberirdisch, meist an sonnigen Stellen, verschlafen. Der Fuchs hat hervorragend entwickelte Sinne: Er ist sehr vorsichtig, reaktionsschnell, geschickt, besitzt einen guten Orientierungs- und einen ausgeprägter Ortssinn, schwimmt gut, hat ein gutes Gedächtnis.

Ranz:
Die Ranzzeit (auch Rollzeit genannt) liegt in den kältesten Monaten des Jahres, Mitte Januar bis Mitte Februar. Nach dem Deckakt "hängen" Rüde und Fähe für ca. eine Stunde bedingt zusammen.

Tragezeit/Nachwuchs:
Die Tragezeit der Fähe beläuft sich auf 50 bis 55 Tage. Im März/April werden 4 bis 6 Welpen gewölft. Die Welpen kommen blind und behaart zur Welt, sie liegen in einem Kessel, der nicht ausgepolstert ist. Durch die Fähe werden sie in den ersten Lebenstagen intensiv gewärmt und betreut. Die Welpen öffnen die Augen nach 16 bis 17 Tagen. Die Welpen werden meist alleine durch die Fähe aufgezogen. 21 Tage werden sie ausschließlich gesäugt, danach wird ihnen auch leichte Beute zugetragen (vorverdaute Nahrung wird durch die Fähe erbrochen). Ab der 5. Lebenswoche dürfen die Welpen den Bau erstmalig verlassen. Ab der 6. bis 7. Lebenswoche begleiten die Welpen die Fähe auf kleineren Streifzügen. Mit ca. 14 Wochen werden die Jungfüchse selbständig. Während der Jungenaufzucht besitzt die Fähe einen struppigen Balg.

Erkrankungen:
Räude, Bandwürmer, Spulwürmer, Tollwut (Hauptüberträger), Staupe, Trichinen.

Trophäen:
Als Trophäe dient der "reife" Winterbalg, (Mitte Dezember bis in den Februar) und die Haken (Fangzähne).

 
Zahnformel:
Das Milchgebiss ist mit 4 Wochen vollständig. Das Dauergebiss ist nach 5 bis 6 Monaten vollkommen ausgebildet. Die starken Eckzähne (Fangzähne) dienen zum Festhalten und Töten der Beute. Die Backenzähne, besonders der P4 im Oberkiefer und der M1 im Unterkiefer haben die Funktion, die Nahrung zu zerreißen (Reißzähne) und zu zerschneiden. Typisch für einen Fuchsbiss ist der halbkreisförmige Abdruck der Schneide- und Fangzähne.
 

Bejagung:
Baujagd mit Erdhunden, Ansitz am Luderplatz, Lockjagd (Mäusepfeife, Hasenklage), Fallenjagd, Drück- und Treibjagden. Für den Fuchs ist eine ganzjährige Bejagung nach dem BJG möglich. Auf § 22 BJG wird verwiesen: Die zur Aufzucht der Jungtiere erforderlichen Elterntiere sind bis zum Selbstständigwerden der Jungen von der Bejagung ausgenommen.

Besonderheiten:
Durch großflächiges Ausbringung von Impfködern ist die Tollwut unter den Füchsen sehr stark rückläufig. Zur Markierung der Baueinfahrt besitzt der Fuchs an der Oberseite der Lunte eine Duftdrüse (Viole).

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