DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Familie Katzen (mit einziehbaren Krallen)

Luchs

Zoologische Zuordnung: Ordnung : Raubwild
Unterordnung : Landraubtiere
Familie : Katzen

 

Allgem. Beschreibung:
Die größte europäische Katzenart besitzt einen gelbbraun-rötlichen Balg der dunkelbraun gefleckt ist. Die Fleckenfärbung kann sehr variabel sein. Runder Kopf mit Backenbart. An den Gehören sind lange Pinselhaare, daher auch die Bezeichnung "Pinselohr". Oberlippe mit starken, langen Schnurrhaaren. Kurze Stummelrute mit schwarzer Spitze. Der Rumpf steht auf langen, kräftigen Läufen. Die Krallen an den rundlichen Branten sind einziehbar. Gewicht 20 bis 38 kg. Der Kuder ist etwas stärker als die Kätzin.

Spur:
Die Spur des Luchses setzt sich aus eher runden Trittsiegeln zusammen. Es sind jeweils vier Ballen ohne Nagelabdrücke zu erkennen. Der Luchs schnürt zum Teil.

Losung:
Die Losung wird, wie bei allen Katzen, vergraben.

Biotop:
Große zusammenhängende Waldungen mit reichlich Unterstand. Felsgegenden und Lichtungen bieten eine gewisse Abwechslung im Habitat. Südexponierte Hänge werden gerne aufgesucht. Kleinere Vorkommen gibt es im Bayrischen Wald und im Pfälzerwald.

Beute:
Hauptbeute ist das Rehwild, aber auch Hasen, geringe Stücken Rot-, Dam- und Schwarzwild werden gerissen. Nagetiere, Fuchs, Marder und besonders Waldhühner gehören ebenso zur Beute. Ein Riss wird in Sicherheit gebracht und mehrmals aufgesucht.

Lebensweise:
Der Luchs ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger. Er ist ein ausgezeichneter Pirsch- und Ansitzjäger. Die Beute wird mit gewaltigen Sätzen angesprungen. Sprünge bis fünf Meter sind keine Seltenheit. Das Töten der Beute erfolgt durch Kehlbiss. Die sehr gut entwickelten Seher machen den Luchs zum "Augentier", aber auch das Gehör ist sehr gut ausgeprägt. Das Revier wird durch Duftmarkierungen (Urin) gekennzeichnet. Im Revier sind gelegentlich auch sogenannte "Kratzbäume" zu finden.

Ranz/Tragezeit/Nachwuchs:
Die Ranz ist im Februar/März (Rollzeit). Unter den Kudern gibt es während dieser Zeit heftige Rivalenkämpfe. Die Geräuschpalette ist recht umfangreich. Nach einer Tragezeit von ca. 72 Tagen wirft die Kätzin zwei bis drei Junge, die in den ersten 15 Tagen blind sind und ca. fünf Monate gesäugt werden. Die Luchsin führt den Wurf bis zum nächsten Wurf.

Erkrankungen:
Trichinen, Räude, Haarwürmer, Tollwut.

Zahnformel:



Jagd:

Unterliegt dem BJG, ganzjährig geschont.
Verschiedene kontrovers diskutierte Auswilderungsversuche in Deutschland.

Wildkatze    

Zoologische Zuordnung: Ordnung : Raubwild
Unterordnung : Landraubtiere
Familie : Katzen

 

Allgem. Beschreibung:
Großer runder Kopf mit aufgestellten Gehören. Die Farbe der leuchtenden Iris schwankt mit dem Alter zwischen blau (jung) bis gelblich-grün (alt). Auf dem grau-braunen Balg ist ein Aalstrich bis zum Rutenansatz zu sehen. Die Bauchseite ist heller als der Rücken. Die Rute mit buschiger Behaarung und fünf Querbändern. Das Gewicht schwankt zwischen fünf und neun Kilogramm. Der Kuder ist stärker als die Kätzin.

Spur:

Die Trittsiegel sind rund und ohne Krallenabdruck. Der Abdruck ist etwas größer als bei einer Hauskatze.

Beute:
Das Beutespektrum erstreckt sich von kleinen Singvögeln bis hin zu Rauhfußhühnern. Auch Säuger (Mäuse bis hin zum Kitz) werden gerissen.

Lebensweise:
Die Wildkatze ist ein sehr gewandter, nachtaktiver Einzelgänger. Als Pirschjäger durchstreift sie ihr Jagdrevier. Tagsüber werden meist südexponierte Hanglagen zum Sonnenbaden genutzt Der Gesichtssinn und der Gehörsinn sind gut entwickelt. Es kommt sehr selten vor, das jemand dieses scheu Wild zu Gesicht bekommt.

Ranz/Tragezeit/Nachwuchs:
Ranzzeit (Rollzeit) ist bei den Wildkatzen im Februar/März. Die Tragezeit beläuft sich auf acht bis neun Wochen. In geschützten Höhlen, Nischen oder Bauen werden im April/Mai zwei bis sechs blinde Junge geworfen. Die heranwachsenden Jungtiere begleiten die Kätzin bei Beutezügen. Die Jungkatzen sind Mitte Herbst selbstständig.

Erkrankungen:
Haarwürmer, Trichinen, Räude, Tollwut.

Zahnformel:



Jagd:

lt. BJG ist die Wildkatze ganzjährig geschont.

Besonderheiten:
Die Stammform der Hauskatze ist die nubische oder ägyptische Falbkatze. Die Kreuzung der Wildkatze mit verwilderten Hauskatzen ist möglich. Die Nachkommenschaft wird als Blendlinge bezeichnet.

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