DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Schwarzwild

Schwarzwild
 

Zoologische Zuordnung:





Weidmannssprache:
Ordnung : Paarhufer
Unterordnung : Nichtwiederkäuer
Familie : Altweltschweine
Unterfamilie : Wildschweine
Männliche : Keiler
Weibliche : Bache
Heranwachsende : Überläuferkeiler, Überläuferbache
Jungtiere : Frischlingskeiler, Frischlingsbache

Allg. Beschreibung:
Das Schwarzwild ist einfarbig silbrig-grau bis schwarz gezeichnet. Es können auch gescheckte Stücken vorkommen. Die Sommerschwarte ist kurz, die Winterschwarte hat lange Borsten mit dichter Unterwolle. Der Wurf des Keilers ist über den Waffen leicht gewölbt, bei den Bachen gerade. Der Keiler ist am Gewaff, am Pinsel und am Kurzwildbret unter dem Waidloch erkennbar. Äußere Merkmale der Bache sind das Gesäuge und die recht kurzen Haken. Das Gewicht des Schwarzwildes ist abhängig vom Lebensalter und der Jahreszeit (Mast).

Fährte:
Das Fährtenbild des Schwarzwildes ist unverkennbar. Das Geäft (Geäfter) ist in der normal ziehenden Fährte immer zu erkennen, in der Fluchtfährte sind die Schalen und das Geäft gespreizt. Der Abdruck des Geäfts liegt im Fährtenbild etwas seitlich versetzt. Die äußeren Schalen im Trittsiegel des Vorderlaufes und des Hinterlaufes sind ein wenig länger als die innen liegenden.

Losung:
Die Losung besteht aus knollenartigen, unförmigen Klümpchen, die zu Würsten zusammengepresst sind, bis 7 cm dick.

Biotop:
Schwarzwild hält sich in unterschiedlichsten, deckungsreichen Gebieten auf. Heranwachsende Laub- und Nadelholzbestände, Schilf und hochwachsende landwirtschaftliche Kulturen werden bevorzugt aufgesucht. Als Tageseinstand werden von den Rotten "Kessel" angelegt. Feuchte Stellen werden zum "Suhlen" benötigt.

Fraß:

Schwarzwild ist ein Allesfresser. Überwiegend wird pflanzliche Nahrung verzehrt. Bevorzugt werden Kartoffeln, Mais, Getreide in der Milchreife, tierische Nahrung in Form von Mäusen, Insekten in verschiedenen Entwicklungsstadien, Aas.

Lebensweise:
Die Keiler werden mit ca. zwei Jahren zum Einzelgänger. Bachen mit ihren Frischlingen und Überläufer beider Geschlechter sind in einem Rottenverband zusammengeschlossen. Sehr soziale Lebensweise. Die Rotten werden durch eine Leitbache geführt. Schwarzwild gilt als standorttreu, wobei aber weite Wege bei der Nahrungssuche unternommen werden. Die Sinne sind bis auf den Gesichtssinn hervorragend entwickelt. Wenn sich die Sauen sehr sicher fühlen, bewegen sie sich auch relativ laut, sonst können sie sehr ruhig und vorsichtig sein. Zum Warnen geben Bachen ein lautes "Blasen" von sich. Schwarzwild suhlt sehr gerne und sucht zu diesem Zweck im Revier immer wieder feuchte Gebiete auf. In der Nähe der Suhlen sind Malbäume zu finden.

Rauschzeit:

Die Rauschzeit findet normaler Weise im Nov./Dez. statt. Die Keiler ziehen zu den rauschigen Bachen. Durch die Leitbache wird die Rausche in den Rotten ausgelöst, nun werden auch die anderen Bachen rauschig (Rauschsynchronisation). Bei Nichtbeschlagen kommt es zum Nachrauschen ca. 3 Wochen später. Bei mangelndem Sozialgefüge (Tod der Leitbache) rauschen die Bachen häufig zu unterschiedlichen Zeiten (Rauschchaos).

Tragezeit/Nachwuchs:

Die Tragezeit beträgt 115 Tage (3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage). Die Bachen frischen im März/April. Es werden Wurfkessel aus Pflanzenmaterial in geschützter Lage angelegt. Die Anzahl der Frischlinge liegt zwischen 2 bis 12 Stück, abhängig vom Lebensalter der Bache und vom Futterangebot (gute Mastjahre sind gute Frischlingsjahre). Die Bache hat 10 Zitzen, 8 davon sind laktierend. Die Bache ist sehr wehrhaft und verteidigt ihre Frischlinge gegen Angreifer. Da die Frischlinge in den ersten Lebenstagen ihre Körpertemperatur nicht optimal regulieren können, sind sie auf die Körperwärme der Bache im Wurfkessel angewiesen. 2 bis 3 Wochen nach dem Frischen finden sich die Bachen mit ihren Frischlingen wieder in den Rotten zusammen.

Erkrankungen:

Magen-, Darm- und Lungenwürmer, Trichinen (Trichinenuntersuchung), Schweinepest, Tollwut, Rotlauf, Aujezkische Krankheit.

Trophäen:

Die Waffen der Keiler (Gewehre und Haderer), die Haken der Bache, die Schwarte, Saufedern, Saubart.
 

Zahnformel:

 
Das Milchgebiss ist mit 3 – 4, das Dauergebiss nach 22 bis 24 Monaten vollständig. Die Schneidezähne I1 und I2 des Unterkiefers stehen dann in einer Front, alle Zähne sind durchgeschoben

Altersbestimmung beim Schwarzwild (Unterkiefer)
( weiß - Milchzähne, rot - Dauerzähne )

3 – 4 Monate

Das Milchgebiss ist voll entwickelt

(I3 und C sind stiftförmig

6 – 8 Monate

M1 werden geschoben

ca. 9 Monate

I3 und C werden gewechselt

ca. 12 Monate

M2 werden geschoben

(I3 und C sind stark entwickelt)

ca. 15 Monate

I1 werden gewechselt ("U-Form" entsteht)

P4 werden gewechselt (jetzt zweiteilig)

I1 wachsen vor die Schneide-zahnfront

(Bogenform, Keilform)

ca. 19 Monate

I2 werden gewechselt

(Bogenform noch vorhanden)

ca. 22 Monate M3 werden geschoben

ca. 24 Monate

das Dauergebiss ist vollständig

I1 und I2 sind auf gleiche Länge gewachsen

M3 sind vollständig herausgewachsen

 

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