DER JAGDPROFI
Jagdschule

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Sikawild

Zoologische Zuordnung:
Ordnung : Paarhufer
Unterordnung : Wiederkäuer
Familie : Geweihträger (Cerviden)
Unterfamilie : echte Hirsche

Allgemeine Beschreibung:
Der Körperbau ist kompakter und gedrungener als beim Damwild. Das Haupt erscheint relativ klein. Die Farbe der Sommerdecke ist gelbrot und mit hellen Flecken versehen. Die Bauchseite ist nicht wie beim Damwild weiß gefärbt. Besonderes Kennzeichen ist der extrem hell erscheinende Spiegel dessen Haare aufgespreizt werden können. Der Wedel ist relativ kurz, weiß mit verlängertem schwarzen Aalstrich. Der Wedel ist im Vergleich zum Damwild nicht so agil. Unterhalb der Sprunggelenke der Hinterläufe sind deutlich helle Haarbürsten (Duftdrüse) zu erkennen. Im Winter ist die Decke dunkelbraun, der Aalstrich ist sehr gut zu erkennen. Die Sikahirsche tragen eine kurze Brunftmähne.
Gewichte: Hirsche 40 – 60 kg
Alttiere 25 – 35 kg
Losung:
In der Form vergleichbar mit Damwildlosung, im Frühjahr und Sommer teilweise breiig.
Biotop:
Dichte Laub- und Nadelwälder mit eingestreuten Freiflächen. Vom Flachland bis ins Mittelgebirge vorkommend.
Äsung:

Ist den Zwischen- oder Mischtypen zuzuordnen. Vielfältige Äsung, gerne werden Knospen- und Zweige angenommen. Himbeere und Brombeere werden als Winteräsung geäst. Schälen ist nur in Ausnahmefällen zu beobachten.
Lebensweise:

Urheimat ist Ostasien (Japan, Nordchina, Mandschurei). Sikawild wurde im 19. Jahr-hundert in Parkanlagen Europas eingebürgert. In Deutschland kommt es in freier Wildbahn, nur in sehr wenigen Revieren vor (NRW, SH, BW). Es lebt in Rudelverbänden wie das Rotwild. Sikawild gilt als anspruchslos und außerordentlich widerstandsfähig gegen Krankheiten. Die Hauptäsungsperioden sind in der Morgen- und Abenddämmerung. Flüchtig ist es sehr schnell, aber nicht ausdauernd. Wasserstellen sollten im Revier sein, da es gerne suhlt. Das Abwerfen und Verfärben erfolgt im Mai/Juni. Das Geweih wird im September gefegt.
Brunft:

Im Oktober/November setzt das Brunftgeschehen ein. Vom Hirschen sind nun schrille Pfeiflaute zu vernehmen. Die Brunftrudel sind relativ klein. Rivalisierende Auseinandersetzungen sind äußerst selten. Der Brunftplatz liegt im unzugänglichen, dichten Gelände.
Tragezeit/Nachwuchs:

Die Tragezeit beträgt 7,5 – 8 Monate. Vor dem Setzen wird das Schmaltier oder der Schmalspießer abgeschlagen. Es wird im Regelfall ein Kalb (Ablegetyp) gesetzt. Nach kurzer Zeit finden sich die Alttiere mit ihren Kälbern wieder in Rudelverbänden zusammen.
Erkrankungen:
Magen- und Lungenwürmer, Rachenbremse, Dasselfliege, Tollwut, Milzbrand, Rinderseuche, MKS.
Geweih:
Das Geweih ist im Verhältnis zu anderen Cerviden schwach ausgeprägt. Geweihstufen sind Spießer, Gabler, Sechser, Achter. Geweihstufen über das Achtergeweih hinaus sind äußerst selten. Die Enden zeigen nach innen und sind nach oben gerichtet. Vom 3. Kopf an wirft der Hirsch im April ab. Das neue Geweih wird bis Mitte Juni geschoben und im August gefegt. Der Höhepunkt in der Geweihentwicklung liegt um den 7. bis 8. Kopf.

Zahnformel:

Das Milchgebiss ist mit 4 Monaten fertig. Der Zahnwechsel und die Ausbildung der Dauerzähne ist mit dem 28. Lebensmonat abgeschlossen. Die Grandeln sind recht klein, aber wie beim Rotwild bräunlich gefärbt. Die Altersbestimmung erfolgt über die Feststellung des Abschliffs am M
1.
Besonderheiten:

Vermischungen mit dem Rotwild sollen möglich sein. Das Wildbret gilt als besonders hochwertig.

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