DER JAGDPROFI
Jagdschule

Saline7 18334 Bad Sülze 038229 80997
                                                                                           oder 017670075546

Marderartige, Stinkmarder (mit Stinkdrüse)

Iltis  

Zoologische Zuordnung:   Ordnung : Raubwild
                                                  Unterordnung : Landraubtiere
                                                  Familie : Marderartige
                                                  Unterfamilie : Wieselartige

Allgem. Beschreibung:

Der Balg des Iltis ist „verkehrt gefärbt“ (unten dunkel, oben hell). Die Grundfärbung ist dunkelbraun. Das aus langen Grannen bestehende Deckhaar ist dunkel, die kurze Unterwolle ist gelblich. Der Iltis hat ein auffälliges buntes Gesicht. Helle und dunkle Farbpartien wechseln sich ab. Der Fang, die Bereiche oberhalb der Seher und die Ränder der kurzen Gehöre sind gelblich gezeichnet. Es gibt diverse Farbvariationen. Die Läufe erscheinen relativ kurz. Der Iltis ist ein typischer (Stöberjäger). Die Rute ist kurz behaart. Die Geschlechter sind rein äußerlich nicht zu unterscheiden.

Spur:

In der Iltisspur erkennt man deutliche Ballenabdrücke mit sich abzeichnenden Krallen. Im Vergleich zum Marder ist die Spur um einiges kleiner. Das typische Spurbild ist das Hüpfen (Paarsprung), bei der schnellen Flucht ist der Vierertritt zu erkennen.

Losung:
Die Losung ist 5 bis 9 cm lang, knapp einen Zentimeter stark, marderartig gedreht. Die Spitze ist fein auslaufend. Die Losung riecht stark.

Biotop:
Offene Landschaften mit feuchten Bereichen und Gewässern.

Fraß/Beute:
Kleinsäuger, Reptilien, Kaninchen, Kleinvögel bis zum Fasanen, Eier, Obst, Amphibien werden durch Genickbiss gelähmt und so bevorratet.

Lebensweise:
Der Iltis lebt als nachtaktiver Einzelgänger. In seinem Revier ist er standorttreu und sehr anpassungsfähig. Der Tageseinstand ist meist in Baum- oder Erdhöhlen. Er ist kein guter Kletterer, kann gut schwimmt und taucht. Die Sinnesleistungen sind alle sehr gut entwickelt. Am After besitzt der Iltis eine spezielle Drüse, aus der bei Erregung ein übel riechendes Sekret zur Abwehr versprüht wird wird.

Ranz/Tragezeit/Nachwuchs:
Die Ranzzeit des Iltis fällt in die Monate März bis Juni. Nach einer Tragezeit von 6 Wochen wirft die Fähe 3 bis 9 blinde Junge. Sie kommen in einem ausgepolsterten Nest in einem Holz- oder Reisighaufen, zur Welt. Die Jungen öffnen erst nach 4 Wochen die Seher. Nach etwa 3 Monaten sind die jungen Iltisse selbstständig. Geschlechtsreif ist der Iltisse mit ca. einem Jahr.

Erkrankungen:
Haarwürmer, Trichinen, Bandwürmer, Räude, Tollwut.

Trophäe:
Der reife Balg, ab Mitte Dezember.

Zahnformel:

 

Besonderheit:
Der Iltis ist ein Kulturflüchter. Sein Besatz ist in den letzten Jahren tendenziell rückläufig. Der domestizierte Iltis ist das Frettchen. In seiner Färbung ist dieses wesentlich heller. Das Frettchen ist ein guter Baujäger auf Kaninchen.

Hermelin

      (Gr. Wiesel)

Zoologische Zuordnung:  Ordnung : Raubwild
                                                Unterordnung : Landraubtiere
                                                Familie : Marderartige
                                                Unterfamilie : Wieselartige

Allgem. Beschreibung:

Das Gr. Wiesel zeigt Saisondimorphismus. Der Sommerbalg ist oberseits hellbraun und bauchseitig weiß. Die Innenseiten der Läufe sind ebenfalls weiß. Die Gehöre sind relativ groß und nur schwach behaart. Die Rute ist nur ca. 1/3 so lang wie der gesamte Körper und hat zu allen Jahreszeiten ein schwarze Spitze. Der Winterbalg ist bis auf die Rutenspitze weiß. Rüden werden etwa 1/3 größer als die Fähen. Die Körperlänge kann 25 bis 27 cm betragen. Das Gewicht beträgt ca. 200 bis 300 Gramm.

Spur:
Das Spurbild setzt sich aus kleinen Ballenabdrücken zusammen. Wie bei den Mardern stellt sich die Spur meist als „Paarsprung“ dar.

Losung:
Die Losung ist sehr dünn, länglich gedreht und schwarz.

Biotop:
Offenes Gelände, Steinhaufen, Waldrandgebiete, Hecken, Gebüsche. In den Wintermonaten ist es auch gelegentlich in der Nähe von Siedlungen anzutreffen wo es Schutz in Scheunen und Schuppen sucht.

Fraß/Beute:
Zum Nahrungsspektrum gehören vor allem Mäuse und andere Kleinsäuger bis zur Größe eines Junghasen. Weiter ernährt es sich von Kleinvögeln, Eiern, Amphibien, Kleinfischen, Insekten und gelegentlich auch Aas. Pflanzenkost wird nur in Ausnahmefällen angenommen.

Lebensweise:
Die Sinnesleistungen sind sehr gut entwickelt. Das Hermelin ist ein tagaktiver Einzelgänger, das sehr standorttreu und anpassungsfähig ist. Bei den Beutezügen zeigen sie sehr gute Kletterkünste. Bei der Jagd kann es seiner Beute sehr gewandt hinterher springen. Oft verbeißt sich der quirlige Jäger in seine Beute.

Ranz/Tragezeit/Nachwuchs:
Die Ranz findet im Februar bzw. Juni/Juli statt. Mit der Sommerranz geht eine sich anschließende Eiruhe einher. Die Tragezeit ohne Eiruhe beträgt acht Wochen, mit Eiruhe acht Monate. Die Fähe wirft 3 bis 8 blinde, weiß behaarte Junge, die nach ca. sechs Wochen ihre Seher öffnen. Die Zeit des Säugens erstreckt sich bis zu sechs Wochen. Ab der 4. Lebenswoche wird den Jungwieseln tierische Nahrung verabreicht. Mit drei Monaten sind die jungen Hermeline bereits selbstständig.

Erkrankungen:
Haarwürmer, Trichinen, Bandwurm, Tollwut.

Trophäe:
Der weiße Winterbalg ist eine Jagdtrophäe.

Zahnformel:

Jagd:
Das Gr. Wiesel ist nur durch die Fallenjagd feststell- und regulierbar. Die Falle (Wieselwippbrettfalle) sollte mindestens zweimal täglich kontrolliert werden. Der Besatz wird in der Regel unterschätzt.

Mauswiesel      

Zoologische Zuordnung:   Ordnung : Raubwild
                                                 Unterordnung : Landraubtiere
                                                 Familie : Marderartige
                                                 Unterfamilie : Wieselartige

Allgem. Beschreibung:
Oberseite fahlbraun, Unterseite weiß. Der Körper ist lang gestreckt. Die Läufe sind relativ kurz. Die Rutenlänge beträgt ca. ¼ der Körperlänge. Kein Saisondimorphismus (Sommer- und Winterbalg sind gleichgefärbt). Die Unterscheidung der Geschlechter ist eventuell an der Körpergröße auszumachen. Das Gewicht kann zwischen 30 und 100 Gramm schwanken, abhängig von Alter und Geschlecht.

Spur:
Das Spurbild setzt sich aus kleinen Ballenabdrücken zusammen. Wie bei den Mardern stellt sich die Spur meist als "Paarsprung" dar.

Losung:
Die Losung ist sehr dünn, länglich gedreht und schwarz. Im Vergleich zum Gr. Wiesel um einiges kleiner.

Fraß/Beute:
Die Beute besteht überwiegend aus Mäusen, kleinen Reptilien und Insekten.

Lebensweise:
Das Mauswiesel ist ein anpassungsfähiger, standorttreuer, tag- und nachtaktiver Jäger. Beim Klettern und Springen ist es nicht so gewandt wie das Gr. Wiesel. Die Sinne sind sehr gut entwickelt.

Ranz/Tragezeit/Nachwuchs:
Die Ranz des kleinen Mauswiesel läuft wahrscheinlich vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die Tragezeit erstreckt sich über fünf Wochen. Die Fähe wirft 3 bis 7 Junge, die zunächst blind und hell behaart sind. Nach vier Wochen öffnen die Jungen die Seher. Die Säugezeit beträgt ca. sieben Wochen.

Zahnformel:

 

Besonderheiten:
Das Mauswiesel hat jagdlich keine Bedeutung. Bei der Fallenjagd auf das Gr. Wiesel sollten entsprechend große Schlupflöcher (35 mm) vorhanden sein, wodurch das Ausschlüpfen des Mauswiesels möglich wird. Eine weitere Möglichkeit ist das anbringen eines Gewichtes an der Wippe der Falle.
Das Mauswiesel ist das kleinste Raubsäugetier der Erde.

 

                                                                                                                     zurück zu den Stichpunkten  

 | Über uns | Nachrichten | Jagdschein | Falknerschein  Bogenjagdschein   Kontakt                         Home